• Doch, scheint es vielleicht doch gegeben zu haben ...

    Ich habe einen solchen in den frühen 90ern in Augsburg selbst gesehen, stand vor einer Videothek. Ich habe gewartet, bis der Besitzer rauskam und direkt angesprochen. Bereitwillig hat er mir alle Klappen und Türen geöffnet und mich alles genau inspizieren lassen. Leider war es noch die analoge Zeit, und wer hatte seinerzeit noch die wuchtige Spiegelreflex im Alltag in der Hosentasche dabei? Sprich: leider gibt es keine Bilder ...

    Auf dem Alpina-Typenschild auf dem Armaturenträger war 320/6 eingraviert. Was darunter eingetragen war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Das allgemeine Equipment entsprach dem, was man auch für den C1 haben konnte. In diesem Fall handelte es sich um die Spoiler, die Streifen, das Fahrwerk und die Bezüge in Alpina-Optik auf den ASS-Sportsitzen. Deswegen bin ich ja auf den Wagen aufmerksam geworden. Stolz präsentierte er mir die 3fach Weber-Doppelvergaser. Alles sei in Buchloe bei Alpina montiert und eingetragen worden, versicherte er mir. Allerdings veränderte Alpina den 320/6-Motor nicht weitergehend, so dass er mit diesem Equipment die gleichen ca. 140 PS leistete, als wenn man sich den Vergaserumbau selbst beschafft und installieret hat. In diesem Fall seinerzeit allerdings mit Garantie, was beim Selbsteinbau natürlich entfiel. MK-Krankenberg hat diesen Umbausatz für den 320/6 seinerzeit ebenfalls in seinem Programm angeboten, allerdings auf Wunsch mit weiteren Modifikationen bis hin zur Hubraumerweiterung.

    Bei einem meiner späteren Besuche bei Alpina hatte ich Frau Miller gefragt, ob sich nachverfolgen lasse, wie viele und welche 320/6 bei Alpina umgebaut wurden. Sie bestätigte mir zwar, dass diverse Umbauten stattgefunden hätten, es aber lediglich eine Handvoll gewesen seien und sich weitere Details nicht mehr nachverfolgen ließen.

    Allerdings wolle er sich auf absehbare Zeit von seinem Alpina 320/6 trennen, offenbarte mir der Besitzer, weil ihm der Wagen zu viel Sprit schlucke und sein Arbeitsweg dafür zu lang sei. Wir tauschten also unsere Telefonnummern aus und vereinbarten, dass er sich bei mir melden solle, wenn der Verkauf spruchreif wird. Ein halbes Jahr lang hörte ich nichts von ihm, bis ich mich bei ihm meldete und er mir gestand, dass er inzwischen ein gutes Angebot erhalten hätte und spontan verkauft habe. Was habe ich mich damals geärgert ...

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