Beiträge von anderl

    @ Ekki: Das Wort "Schrott" habe ich nur im Zusammenhang mit immer wieder angebotenen Motoren verwendet, die nur oberflächlich aufgehübscht wurden. Der eta vom Waidler war damit nicht gemeint. Den habe ich nur "Grotte" genannt, weil der nicht richtig läuft und offenbar ein Problem hat. Damit zielte ich mehr auf den Zustand "grottig" ab als auf den Motor an sich, dem ich Respekt zolle: wie ich oben schon schrieb: bis an die 170 PS und ordentlich Drehmoment sehe ich schon, wenn er wieder sauber aufgebaut ist. Mit einer ordentlichen Weber-Vergaseranlage, die sauber eingestellt ist, sollte nach oben noch mehr drin sein. Allerdings sollte man dann auch tolerant sein, was den Spritverbrauch anbelangt ...

    Die Einzelteile des eta sind allemal was wert, da gebe ich Dir Recht, Ekki. Alleine der Zylinderkopf - in ordentlichem Zustand kaum noch aufzutreiben.


    P.S.:

    Glückwunsch zu dem 323i-Motor in solch hervorragendem Zustand. Der stellt aber eher die Ausnahme da. Da erkennt man mal wieder den Profi, der Perlen als solche erkennt und sich ins Haus holt. Der Normalfall sieht anders aus :zwinker:

    Ach ja: wenn Du Deinen eta-Motor zerlegst, um ihn wieder in einen ordentlichen Zustand zu bekommen, hast Du 1:1 den gleichen Aufwand. Aber wenn Du die oben aufgeführten Teile der Kraftstoffversorgung und -Aufbereitung für den 323i nicht hast, wird es wohl beim eta bleiben müssen, denke ich.


    In meinen Augen ist das der entscheidende Faktor, nicht der Zustand des Blocks oder des Kopfes.

    Und noch was: sollte die Zusammenstellung Deiner eta-Variante tatsächlich Deiner Schilderung entsprechen, brauchst Du kein verstellbares Nockenwellenrad, auch nicht nach Planen des Kopfes. Das Planen liegt in Bezug auf die Steuerzeiten innerhalb des Toleranzbereichs. Schließlich handelt es sich um einen serienmäßig belassenen Rumpf mit eta-Pleueln und eta-Kolben, dem in diesem Fall ein fast identischer (entdrosselter) 325i-Kopf aufgesetzt wurde.
    Übrigens: Wenn es technisch nicht unbedingt notwendig ist, würde ich einen Kopf nicht planen lassen. Sonst ist die Materialreserve aufgebraucht, wenn es wirklich mal nötig wird!


    Das verstellbare Nockenwellenrad brauchst Du, wenn Du z.B. einen 325i-Block verwendest und ihn mit der eta-Kurbelwelle, 320i-Pleueln und 325i-Kolben kombinierst. Denn in diesem Fall musst Du den Block um ca. 2 mm abfräsen lassen damit wieder alles passt. Und dann brauchst Du wirklich ein verstellbares Nockenwellenrad, um die Steuerzeiten wieder angleichen zu können.

    Der 323 Motor wäre im Tausch gegen den ETA zu bekommen.
    Warscheinlich Spritsparender da höher verdichtet.
    Einbauen und fertig.


    Soweit meine überlegungen.
    was meint ihr was das Bessere wäre?

    Du liegst richtig mit Deiner Überlegung: der originale Motor sollte wesentlich weniger Sprit brauchen als der oben beschriebene eta-Umbau. Alleine schon die Verdichtung ist beim E21-Motor wesentlich höher. Verbräuche von deutlich unter 10 Litern sind die Regel.

    Und der originale Motor hat natürlich den Charme, dass es sich um den "richtigen" Motor mit dem originalen, typischen Sound der K-Jetronic handelt.


    Jetzt gehen die Probleme aber erst richtig los: Wenn ich Dich recht verstanden habe, ist der eta-Motor in Deinem Wagen schon verbaut. Hm ... wo sind all die Teile hin, die mit dem Umbau auf Motronic ebenfalls haben weichen müssen? Mir fällt da adhoc ein: Kraftstoffversorgung der K-Jetronic mit der korrekten Benzinpumpe und Druckspeicher (die K-Jetronic arbeitet mit einem anderen Benzindruck), Mengenteiler, Luftmengenmesser, Luftfiltergehäuse, Warmlaufregler, Zusatzluftschieber, Kaltstartventil und all die dazugehörigen Kraftstoffleitungen und Schläuche. Theoretisch wurde auch der originale Batteriehalter abgesägt und die Batterie in den Kofferraum verlegt, um die Technik der Ansaugseite des Motronic-Motors unterbringen zu können. Ansaugrohre mit den K-Jetronic-Einspritzdüsen, und wer weiß was sonst noch alles ... Hat Dir der Verkaufer wirklich alle ausgebauten Teile mitgegeben? Ansonsten wirst Du für die Peripherie rund um den originalen Motor ein Vermögen los!


    Noch was: traue keinem Motor, den Du nicht selbst aufgebaut hast! Du hast geschrieben, dass Du den alten eta-Motor, der ja auch schon seine Macken hat und deshalb ohne Revision fast nichts mehr wert ist, gegen einen originalen 323i-Motor eingetauscht bekommst. Wenn es fair läuft, dann heißt es: fast wertlos gegen fast wertlos. Also erwarte auch nichts!


    Ich baue derzeit einen 323i-Motor für einen Freund auf. Und wenn man das vernünftig macht, dann fließt viel, viel Geld rein. Mit einem neuen Dichtungssatz und neuen Lagerschalen ist es nicht getan. Viele machen aber nur das und versichern Dir dann: "Der hat 'ne Revision bekommen!" Gar nix hat er! Es handelt sich nur um übergetünchten Schrott! So ist es auch dem Freund gegangen, der sich für 700 Euro einen angeblich überholten Motor gekauft hat. Ergebnis: Er tankt Öl und füllt Sprit nach ... Und jetzt baue ich ihm einen Motor nach guter alter Väter Sitte auf.


    Was muss bei dem 323i-Motor gemacht werden, bevor Du ihn einbaust? Ich sage es Dir: Zuerst muss er komplett zerlegt und alle Teile müssen gereinigt werden.

    Dann fangen wir mal beim Zylinderkopf an: ab zum Motorbauer. Der wird ihn abpressen um herauszufinden, ob der Kopf Risse hat (wenn ja ist das der Todesstoß für den Kopf). Dann wird er die Ventilschaftführungen auf Verschleiß prüfen und ich könnte ein Monatsgehalt darauf verwetten, dass mindestens die Führungen der sechs Auslassventile ersetzt werden müssen. Die Schaftdichtungen sowieso. Die Ventile sollten poliert werden und anschließend muss der Motorenbauer die Ventilsitze nacharbeiten und die Ventile einschleifen. Das ist das Minimum was an Revisionsarbeiten am Kopf anfällt. Gerne wird es mehr.

    Kommen wir zum Kurbeltrieb. Die Kolbenringe müssen neu. Der Motorenbauer sollte auch die Lagerbuchsen in den Pleuelaugen nachmessen. Wahrscheinlich werden auch diese gewechselt werden müssen. Dass Pleuellager und Kurbelwellenlager neu müssen, ist selbstverständlich.

    Auch die Kurbelwelle sollte zum Motorenbauer: diese sollte auf Schlag geprüft und gerichtet werden. Dabei kann er die Lagerstellen schön läppen (muss nicht, aber wird perfekt).

    Zum Block: wenn es mit einem neuen Kreuzschliff für die Zylinderlaufbahnen getan ist, hast Du Glück gehabt. Lasse sie Dir auf jeden Fall durchmessen. Muss auf Übermaß gehont werden, dann handelt es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, denn der dann notwendige Satz Kolben im Übermaß kostet ein kleines Vermögen (wenn Du überhaupt noch welche bekommst).

    Nur für die beschriebenen Arbeiten sind wir schon bei ca. 1.200 Euro, die alleine der Motorenbauer für die geschilderten Arbeiten (zu Recht) verlangt. Die wenigsten von uns haben den Maschinenpark, der für diese Arbeiten notwendig ist. Und wenn jetzt noch dazu kommt, dass Du Neuling bist, dann kommt zum Beispiel das Zerlegen und das Zusammensetzen des Kopfs noch dazu. Ich mache ja schon recht viel. Aber den Einbau der neuen Ventile inklusive Ventilführungen, Schaftdichtungen und Einschleifen gebe ich immer ab. Ist selbst mir zu viel und zu anstrengend. Dazu kommt noch all das andere Kleinmaterial, angefangen vom neuen Dichtungssatz über neuen Zahnriemen mit Spannrolle bis hin zur Wasserpumpe.


    Was will ich Dir damit sagen? Richtig: egal für welche Variante Du Dich entscheidest - Du kommst vom Regen in die Traufe. Ein wirlich neu aufgebauter Motor kann nicht unter ca. 2.000 Euro abgegeben werden, ohne dass man Verlust macht. Deswegen ist es unwahrscheinlich, dass Du für Deine eta-Grotte eine brauchbare Maschine im Tausch bekommst. Glaube keinerlei Versprechungen! Und wenn die oben dargelegten Arbeiten nicht mit Rechnungen und Messprotokollen nachgewiesen werden können, dann weißt Du was Du von der Maschine zu halten hast: Altmetall, mehr nicht ...


    Du siehst: so oder so kommt was auf Dich zu. Persönlich würde ich den Originalmotor favorisieren, aber wenn Du nicht eine komplette (und funktionstüchtige!) K-Jetronic in Deinen Händen hältst, wird daraus wohl nichts. Mit gebrauchten K-Jetronic-Teilen verhält es sich übrigens wie beim Motor, nur dass Du hier fast nichts selber machen kannst. Die Überholung aller Komponenten kostet übrigens ca. 1.500 Euro.


    Also überlege in aller Ruhe und viel Erfolg! :floet:

    Zum ersten: Warum traust Du Dir nicht zu den Motor zu öffnen? Das ist keine Herz-Lungen-Maschine und verbaut ist keine Raumfahrttechnik. Es handelt sich konstruktiv um ein intelligent gemachtes, aber simpel gehaltenes Stück Technik. Man sieht gut wie alles funktioniert und das Ding gibt einem keine Rätsel auf.


    Mit einem ca. 40 Jahre altem Auto solltest Du Dich mit Deinem Werkzeugkasten anfreunden. Eine ordentliche Reparaturanleitung besorgt (findet man im Internet im antiquarischen Buchhandel) und los geht's. Ich bin gelernter Kaufmann und habe mir trotzdem einen E21 zugelegt. Und dann halt mir alles im Do-it-yourself beigebracht, seinerzeit als es noch gar kein Internet gab. Zum Glück gab es Freunde, die mal vorbeigekommen sind und den ein oder anderen Trick gezeigt haben.

    Du hast es viel kommoder: in Zeiten des Internets hast Du hier ein Forum, das Dir bei Fragen zur Seite steht. Es gibt auch viele Revisions-Dokus mit hunderten von Bildern. Ich habe auch schon eine verfasst, guggst Du hier: https://www.3er-foren.de/showthread.php?tid=22578


    Wenn es sich tatsächlich um den oben beschriebenen Motor handelt, dann sollte er - wenn sauber wieder montiert - um die 160 bis 170 PS leisten bei gutem Bumms aus dem Keller.

    Yo, hatte noch ein zweites Frontblech motivationslos rumliegen, und dann wurden halt aus zweien eines. Kommt cool und hat nicht jeder :smoke:


    Aber wir sind ganz schön vom Ursprungs-Fred abgekommen. Ich finde, wir sollten dem Paul wieder den Raum geben für seine Resto-Doku :zwinker:

    Das hatte schon seinen Grund, warum das in original schwarz war. Der Vergleich mit einem anderen Ölfilter ist was anderes.

    Da liegst Du nicht ganz richtig. Das ursprüngliche Original von BMW war rot, Lieferant war Purolator. Guggst Du:




    Leider habe ich keine Original-Schachtel. Notgedrungen habe ich daher den Filter in eine "moderne" Schachtel verpackt, also nicht verwirren lassen ...

    @ Fussel: also wenn es wirklich ein einziger kleiner Riss von knapp 7mm ist, dann würde ich es tatsächlich mit schwarzem Scheibenkleber probieren. Wenn ich ich das mit dem Aufwand mit dem Cover vergleiche :scratch:


    Bei Stauber handelte es sich um eine ganz andere Ausgangssituation: dessen Armaturentafel war ja wirklich komplett fritte - so einen Riss-Totalschaden habe ich vorher noch nie gesehen ...

    Und selbst wenn Du genau wüsstest, was da für ein Block verbaut wurde und welcher Zylinderkopf genau draufgeschraubt wurde, kommst Du anhand der dargestellten Möglichkeiten auf E30.de zu keinen logischen Schlüssen bezüglich des Inhalts. Dort werden mehrere gängige Möglichkeiten beschrieben, einen 2,7 -Liter zu bauen. Der Erfindergeist dieser Schrauberrepublik ist aber wesentlich vielseitiger.

    Und wer weiß? Vielleicht wanderte eine 325er-KW in Deinen Motorblock und es handelt sich "nur" um einen 2,5-Liter? Oder es war im Gegensatz dazu mal ein ganz aufwendiger Umbau mit Alpina-Schmiedekolben anstatt der üblichen Lösung mit Abfräsen des Blockes. Wenn Du es genau wissen willst, kommst Du um das Zerlegen nicht drum rum. Und da der Motor sichtlich ein Problem hat (wie Du schon geschrieben hast, fallen zwei Zylinder im Druck ab), ist ein Zerlegen und Neuaufbau mit Revision ratsam. Dann wirst Du schon sehen was verbaut wurde.

    Das wäre eine schöne Arbeit für den kommenden Winter. Bis dahin würde ich den Wagen mal auf den Leistungsprüfstand fahren um zu sehen, was das angebliche Wunderwerk tatsächlich drückt.

    Vielleicht weil es vielen so besser gefällt?


    Vergiss es, ein Auto so bewahren zu wollen wie "original". Oder wann hast Du zum Beispiel zum letzten Mal den originalen Ölfilter von Purolator in rot gesehen :zwinker:

    Ist die Temperaturanzeige seitens des Instrumentes in Deutschland überhaupt belegt? Soweit ich es bis jetzt gesehen habe ist es nur die Reserveleuchte für die Tankanzeige.

    Wäre cool, wenn die Temperaturwarnlampe ebenfalls mit Funktion belegt ist. Dann fehlte sie bei mir bis jetzt ganz einfach :sarcastig:

    Nun, die Räder sind ursprünglich für den E30 gedacht und ich nehme mal an, dass das entsprechende Gutachten sich lediglich auf den E30 bezieht. Ich weiß nicht wie es in Österreich gehandhabt wird. Bei uns in Deutschland erschwert es zwar die Eintragung (fall wirklich fahrbar), aber es ist zumindest machbar.


    Da die Räder bis in den Juni hinein sowieso ausverkauft sind, würde ich mir (leihweise) solch ein Rad besorgen, mit (einem alten, gebrauchten) 195/50er Reifen beziehen lassen und vorne wie hinten mal dranschrauben um zu testen, ob es sich frei dreht und nirgends anstößt. Wenn das gegeben ist, kann man einen Satz Maxilite immer noch bestellen :zwinker:

    Meinst Du den Besitzer des roten E21? Jo, war er nicht auch mal auf diesem Board vertreten?


    Der nette Mensch mit dem weißen Pulli mit dem Rücken zu mir (dem Fotografen) kennen wir hier auch - er ist auf unserem Board sehr aktiv.


    Das Bild ist aus 2001. Da sieht man mal, was wir (und unsere Autos) alt geworden sind :sarcastig:


    Ja Gitter muss ich morgen bestellen. Waren beim kauf nicht mehr vorhanden...

    Dann mache Dich auf was gefasst:


    BMW hat diese Teile nachgefertigt. Sie sind auch wunderschön geworden. Sogar - im Gegensatz zu den alten Originalteilen - mit eingespritzter Teilenummer.


    Passiert ist folgendes: Mir wurde ein rechtes Lüftungsgitter 51 23 1 840 422 geliefert. NOS, noch mit dem alten roten Aufkleber. Alles in Ordnung.

    Als ich das linke Lüftungsgitter (Nachfertigung mit der eingespritzten Teilenummer 51 23 1 840 421) auspackte, kam mir das ganze sehr, sehr seltsam vor. Beide sahen nämlich genau gleich aus. Als ich sie an meine Motorhaube hielt erkannte ich: aus Versehen wurde das rechte Lüftungsgitter mit der Teilenummer des linken Lüftungsgitters versehen und wurde fälschlicherweise als linkes Gitter verkauft.

    Der Teilevertrieb meines ortsansässigen freundlichen Händlers nahm das Teil zurück und sendete es mit entsprechender Bemerkung nach München. Eine Woche später war das neue Teil da - mit der Bemerkung: "Jetzt stimmt es". Was soll ich sagen, es war der gleiche Unfug wieder ...

    So ging das Ganze vier, fünfmal hin und her (jedesmal kam ein falsches linkes Lüftungsgitter, nämlich ein Rechts-Teil mit eingespritzter Nummer des Linken) und der Teilespezi tat mir richtig leid: Angeblich stimmt das Teil, weil erstens arbeitet München fehlerfrei, zweitens sei er der Unfähige und drittens ich als Kunde einfach nur zu blöd, um die Unfehlbarkeit der Münchner Nachfertigungen zu akzeptieren.

    Dabei hätten sie (nach mehrfachem Hinweis dass da was nicht stimmt) einfach mal nur mal eine Hallentüre weiter laufen müssen und das Teil an einen der E21 aus der Sammlung hätten halten müssen um selbst zu erkennen, dass sie da einen Bock geschossen haben.

    Natürlich kamen wir auf die Idee, zur Gegenprobe ein neues rechtes Lüftungsgitter zu bestellen. Da kommt dann auch ein rechtes Lüftungsgitter. Nur links - da ist halt der Wurm drin ...:scratch: