Starkes Motor ruckeln 323i

  • Moin

    ähnliches hatte ich vor 30 Jahren mal, war damals die Kraftstoffpumpe erst lief er gut je länger er lief desto schlechter wurde es. Hatte irgendwie ein Lagerschaden bzw. gefressen.

    Hi, ist zwar (zwei Jahre) neu bei mir aber werde mir auch das nochmal anschauen. Wobei die Drücke die vorne ankommen alle OK sind.

    Benzinfilter + Pumpe sind neu. Nur den Kraftstoffspeicher habe ich nicht neu.

  • Hallo Leute.


    Ein Update


    nach dem ich mit Antonio telefoniert habe und auch hier aus dem Board tipps erhalten habe, habe ich gestern mal so nach und nach mal alles nochmal penibelst kontrolliert.



    - Benzinpumpe - Funktioniert soweit ich verstellen kann gut und keine wackler

    - Benzinfilter - Neu und auch richtig herum.

    - Einspritzdüsen - soweit OK. Streuen schön sauber. Menge habe ich nicht geprüft

    - Kaltstartventil - teils OK. Heist es funktioniert aber nur wenn ich das diodenrelais und den Thermozeitschalter überprücke. Oder direkt an die Batterie gehe.

    - Druckspeicher - Müsste ich noch prüfen weis grad aber nicht wie.

    - Unterdruckschläuche - alle Ok

    - Zusatzluftschieber - OK in kalten und in warmen. (Ist mit Kühlwassergesteuert)

    - Zündkerzen - OK schön rehbraun.

    - Zündkabelwiederstände - 6kOhm +- 0,2 und gemessen durch den Verteiler

    - Zündkabel von der Zündspule zum Verteiler genau 1kOhm.

    - Zündspule - soweit gemessen. Die wieder stände sind OK.

    - Verteilerkappe - neu und OK

    - Verteilerfinger - neu und OK (1kOhm)

    - Verteilerunterdruckdose - Funktioniert wenn ich an den schläuchen sauge. in eine Richtig leichter als in die andere Richtung. Ich denke mal das ist OK habe bei anderen Verteilern das selbe.


    Jetzt habe noch den Kompletten Mengenteiler getasucht. Und siehe da kein Ruckeln kein stottern mehr auch nach 10 min. Das werde ich heute Abend nochmal intensiv testen.


    - Warmlaufregler - wollte ich einen anderen einbauen aber damit warte ich erstmal nach dem ich heute Abend mehr weis was geht. Vielleicht lag das am MT.

    - Ach ja Batterie war in Ruhezustand 11.8V. Dachte mir das ist auch nicht ok und habe es geladen und denke (vielleicht auch nur einbildung startet es besser)

    Batterie wird bei laufenden Motor geladen. Messung bei laufendem Motor 14.2V.


    Eine Frage noch zum Zündzeitpunkt. Habe ich schon tausend mal gemacht nur denke ich immer noch dass ich das nicht perfekt hinbekommen.

    - Wie genau ist die Drehzahlanzeige vom Wagen. Denn wenn ich einen zusätzlichen Drehzahlmesser anschließe zeigt es mehr an als vom Wagen.

    - Wie ist das mit den 1500U/min? Weil wenn ich die 1500U/min habe dann passt das mit dem Stretoskop blitzen nicht. Passt das blitzen ist die drehzahl entweder im Keller oder höher. Wie sollte dabei die einstellschraube an der Drosselklappe am Anfang stellen?


    Das ist mal vorerst mal alles, was mir jetzt so eingefallen ist was ich gestern alles gemacht habe.


    Heute Abend werde ich mehr wissen. Mal schauen was der MT-tausch wirklich gebracht hat.


    FG

    Ömer

  • So jetzt noch ein Update.


    Nach 1,5 h Probefahrt kein ruckeln kein stottern mehr. Nicht einmal beim Teillast. Das war auch nicht schön vorher in der 30er Zone ruckelnt zu fahren.


    aber was ich noch nicht geschafft habe ist den Leerlauf stabil halten. Entweder zu hoch bei 1200 u/min oder unter 400 u/min.

    Aber das kriegen auch hin 😁

  • Hast Du denn jetzt irgendwann mal das Gemisch geändert, außer durch Tausch von WLR oder MT?

    Vor dem tausch des MT habe ich es gemacht wie vorher beschrieben.

    Mit nem 4mm Imbus rechts herum etwas fetter stellen und das ganze max um eine 1/4 Umdrehung. Danach nochmal 5 Grad. Hat sich aber nicht viel geändert.


    Dann wollte ich den WLR tauschen hab es aber erst mal nicht weil der vor paar Jahren überholt wurde und den anderen erst mal nicht gefunden habe (danke Garagen Umzug).


    Da ich noch einen MT da hatte, den ich eigentlich für den neuen Motor aufgehoben habe, habe ich den MT getauscht, weil ich mir mit der Grundeinstellung des eingebauten MT nicht sicher war ob ich das mit der Grundeinstellung überhaupt richtig gemacht habe.


    Am WE werde ich die drücke vom WLR nochmal prüfen und dann nochmal CO testen lasen.


    Ach ja vor dem MT tausch und vor dem Grundeinstellung war ich letzten Monat beim TÜV.


    Abgasuntersuchung wie folgt Stand 06.04.2022 beim TÜV.

    Motortemperatur

    - SOLL min 60 Grad:

    - IST 60 Grad

    Ergebnis: # i.O.


    Leerlaufdrehzahl

    - SOLL min 650 max 900

    - IST 840

    Ergebnis: i.O.


    CO %Vol:

    - SOLL max 3,5

    - IST 0,37

    Ergebnis: i.O.


    Wobei der CO-Wert mit 0,37 mir bischen zu niedrig vorkommt. Sollte es nicht genau 1 sein?

    Welchen Wert der jetzt eingebaute MT hat muss ich noch prüfen lassen.



    Kurrios ist halt für mich, dass das ganze ruckeln und stottern erst nach dem Steuerdruckprüfung vom WLR angefangen hat. Irgend etwas habe ich da verbockt und habe es nicht finden können was es war und mit dem MT tausch wohl diesen selbst eingebauten Fehler wieder korrigiert.

  • Die Typen von Bosch haben keine Ahnung mehr vom Einstellwert des CO beim E21. Und jemand, der ein angebliches Soll von 3,5% bei einem Ist von 0,37% mit "okay" quittiert, dem gehört für immer die Lizenz entzogen - derart mager eingestellt, kann es Dir bei flotter Autobahnfahrt die Kolben durchbrennen - soviel zu "okay" :wallbash:

    Und selbst einem Vollidioten sollte auffallen, dass zwischen 0,37% und einem angeblichen Soll von 3,5% einfach viel zu viel Differenz ist!


    Die originalen Einstelldaten lauten: mind. 1% und 2% max. In der Praxis läuft Dein Wagen tatsächlich mit 1,5% am besten. Wenn nicht, stimmt was anderes nicht. Ich würde nochmal hinfahren, das ruhig und sachlich darlegen und Nachbesserung verlangen - darauf haben die Anspruch. Leider.

    Wenn das nichts fruchtet ... :censored:

  • Ich denke die älteren Mitarbeiter schon nur die bekommt man nicht so schnell. Dafür aber viele junge Leute die nicht unbedingt an der Technik interessiert sind und das ganze EINFACH nur als einen JOB machen und sich nicht in Sachen Oldtimer weiterbilden. Nach dem Motto "Oldtimer sind OUT, E-Autos sind IN"


    Ich habe auch schon mal bei einer namhaften Firma erlebt, dass ein Azubi nach einer ODB Verbindung beim E21 gesucht hat :rol: war schon irgendwie süß.

    Aber alles gut aus meiner Sicht. Ist halt so die neue Generation. Damit muss man leben.


    Alleine aus diesen Grund möchte ich unser Forum nicht missen.


    Was könnt ihr für CO-Wert Messgeräte empfehlen, die nicht astronomisch viel kosten. Ich weiß es ist sehr schwer etwas Preisgünstiges zu finden aber vielleicht hat der eine oder andere einen geheim Tipp. Für max 2 bis 3 mal im Jahr den CO-Wert zu messen sollte es reichen.

  • Also bei den max. 3,5% CO hat der Prüfer den max. zulässigen Wert überhaupt eingegeben, wahrscheinlich ohne zu schaun, was für den 323i angegeben ist.
    Und 0,37% heißt in dem Fall "Bestanden". Was anderes wolltest Du doch eigentlich nicht, oder? Ich würde ungerne einen Prüfer an die CO-Schraube lassen, denn die wenigsten wissen dann was sie tun. Ist ja auch nicht ihr Job:zwinker:

    Aber Du hättest aufhorchen müssen bei dem Wert. Denn Gesund ist das auf dauer nicht, wenn auch sparsam...


    Ich hatte mir mal den günstigen Abgastester von Gunson zugelegt. Damit kam ich immer gut zurecht und man bekommt annähernd die richtigen Werte. Allerdings scheinen die momentan ausverkauft zu sein. Alles andere wird aber extrem teuer...


    Gruß Ekki

    Ich fahre nur noch E-Autos:oh_ja:


    E9, E10, E21, E24, E30, E39 :rock:

    und natürlich Wasserstoffbetrieben... dafür steht doch das H, oder?

  • Ekki du hast vollkommen Recht. Da hätte ich gleich mal genauer auf den Prüfbericht schauen und prüfen können.

    Ich habe i.O. und BESTANDEN gesehen, Rest war mir erst mal egal ich war happy :klap:


    Aber LL "lesson learned". Ich habe in diesem Zuge jetzt auch die Wichtigkeit des Gemischs mal richtig schätzen gelernt.



    Den Gunson hatte ich mal vor Jahren. Bin damit überhaupt nicht klar gekommen. Habe es dann zurück gegeben. Aber mittlerweile bereue ich es.

    Weil ich jetzt denke, nicht das Gerät sondern ich das Problem war damit etwas brauchbares zu prüfen.

  • bezüglich einem Abgastester ist Gunson das einzigste was auf dem Markt zu bekommen ist.

    Hab damit jahrelang getestet und getestet, allerdings oft mit Zweifel, ob der Wert stimmt oder nicht.

    Irgendwann war ich dann soweit und hab mir ein Bosch Co Messgerät aus der näheren Umgebung geschossen.


    Ist eine gute Bank und sofern richtig kalibriert , zeigt es auch passende Werte an.

    Voraussetzung, man ist im Stande beurteilen zu können, ob der Motor auch richtig läuft.

  • So ich konnte gestern einen Gunson Abgastester auftreiben und den CO-Wert mit dem neuen gebrauchen Mengenteiler ermitteln.


    Zündzeitpunkt habe ich auch nochmal geprüft. Passt soweit.


    Den Gunson ca. 30 min auf kalibrierung von 2% gewartet. Nach dem es stabil auf 2% war habe ich mit der Messung angefangen.


    Motor: Betriebswarm

    CO-Wert mit erhitztem WLR bei ca. zwischen 300 u. 450 U/min: 1,9%

    CO-Wert mit erhitztem WLR bei ca. 1250 U/min: 1,3%


    CO-Wert ohne erhitztem WLR bei ca. 1250 U/min: 1,2%

    CO-Wert ohne erhitztem WLR bei ca. zwischen 300 u. 450 U/min: 1,9%


    An der Leerlaufschraube musste ich immer hoch und runter drehen weil ich keinen stabilen Leerlauf bekommen habe.

    War es mal, egal ob WLR beheizt oder nicht bei 900 U/min sackte es immer wieder bis auf 300-400 U/min ab und der ganze Wagen schüttelte wie wenn

    es einen Erbeben geben würde.


    Aber ansonsten passen doch die Werte oder nicht?

    Laut Rep.handbuch (Jetzt helfe ich mir selbst): Leelauf-CO-Gehalt - 1,0 - 2,0 Vol. %

    Irgendwo anders habe ich auch folgendes gelesen, kann es nur nicht mehr finden. 1,5 Vol. % +- 0,5

    Und im TÜV-Bericht steht. Fzg.Solldaten max. 3,5 bei 900 U/min

    Egal wie, beides passt doch. Somit sollten meine Werte auch wenn es nur der GunsonTester ist so einigermassen passen.


    An der CO-Schraube am neuen MT- habe ich erst mal noch nichts gemacht. Ich möchte vorher den WLR nochmal prüfen.

  • Hallo Bernd,


    Abgas habe ich hinten am Auspuff gemessen. Ich wüsste jetzt nicht wie ich das am Krümmern messen kann?

    Das mit den Einspritzventilen hatte ich schon mal kontrolliert letztes Jahr. War soweit alles ok.

    Kompression war bei der letzten (04/2019) Messung soweit akzeptabel.


    FG

    Ömer

  • An der Oberseite der Krümmer ist tatsächlich eine kleine Schraube, wo man nach erfolgreichem Lösen eine Messsonde einführen kann.


    Nur glaube ich nicht, dass man diese Schraube nach mehreren Jahrzehnten noch gelöst bekommt, ohne sie abzureißen :icon_rolleyes:


    Ich würde erstmal bei der Zündung anfangen: Verteilerkappe ab, Innenseite und Läufer reinigen und penibel auf Schäden untersuchen. Nicht zu vergessen: Federt oben noch der Kohlestift, der die Verbindung zum Kabel von der Zündspule sicherstellt?

    Auch nicht zu verachten: einer ca. 40 Jahre alten Zündspule traue ich so weit wie ich einen Amboss werfen kann. Eine altersschwache kann ähnliche Symptome generieren.

    Zu guter letzt: Stauscheibe, Mengenteiler, Einspritzventile? Da wartet noch einiges an Arbeit ... :/