Welcher Motor ist das? ETA Umbau

  • Hallo

    In meinem E21 wurde vom Vorbesitzer bereits ein ETA Motor eingebaut. Nun gibt es da ja alle möglichen Kombinationsmöglichkeiten von Rumpf zu Kopf zu Kolben usw.


    Jetzt bräuchte ich die Info was für einen Rump und was für einen Kopf ich habe. Also von 325 oder 525 mit kat oder ohne usw.


    Da nichts geplant wurde und auch keine Kolben getauscht wurden, was man aber bei manchen Kombis machen muss um Leistung zu erhalten, bin ich jetzt etwas verunsichert.


    Würde mich über Antworten sehr freuen.

  • Ok. Und kopf ist ein 325er oder? Also müsste in der Kombi ja dann mehr als 129ps raus kommen oder? Es soll ein idf Vergaser verbaut werden. Bzw. War der schon drauf aber lief bis jetzt nicht richtig. Der ist gerade zum Überholen in einer Werkstatt.


    Jetzt gehts mir um den Motor an sich. Muss ich hier was planen? Brauche ich andere Kolben? Passt der Kopf zum Motor?

  • Auf der e30.de seite sind die Umbaumöglichkeiten der m20 eta motoren aufgelistet. Dort sind die einzelnen Blöcke und kombinationsmöglichkeiten mit den Köpfen aufgezählt. Ebenso was bearbeitet werden muss oder was für Kolben zu verbauen sind.

    mein Problem. Ich weiß nicht welchen Rumpf und welchen Kopf ich habe.


    Ich bräuchte bitte eine Aussage anhand der Fotos und der Nummern was es genau für ein Rumpf ist und was für ein Kopf.


    Also vom 325 oder 525e. Welches baujahr. Kat oder nicht.
    das Gleiche vom Kopf.


    Anhand dessen kann ich auf der Seite sehen was ich für Komponenten habe und was ich verändern muss

  • Hallo,

    Zunächst mal zu Deinem Motorpaket:

    Es wurde ein ETA-Motor in einen E21 transplantiert!

    Dann wurde schon mit einem Vergaser getrixt!

    Weißt Du aus sicherer Quelle was mit dem Motor geschehen ist?

    Ich würde nach 35Jahren mal nicht mehr davon aus gehen, das drin ist was drauf steht.

    Wie es oben schon geschrieben ist, gibt es hier noch keine Hellseher oder Techniker mit Röntgenblick.

    Selbst die Bilder zeigen hier nur unzureichendes. (Da sind Guss-Nr. die nur begrenzt weiter helfen).

    Zur Deiner Leistungsspekulation:

    Hier würde ich als 1. mal vorschlagen, einen Kompressionstest durch zu führen.

    Dann kannst Du ja immer noch entscheiden, ob Du für mehr Klarheit bist und den Motor mal öffnest.

    Alle Möglichkeiten zu den Umbauten, die hier auf E30de ja sehr gut beschrieben sind, kannst Du dann ja mal

    durchleuchten und mit dem vorhandenen Teilen versuchen zu realisieren.

    Die 129PS hat der Motor mal entwickelt, als er neu und im serienmäßigen Zustand war.

    Geh mal ehr von weniger Leistung aus, dafür aber ein mehr an Kraftstoffverbrauch.


    Viel Erfolg und Grüße aus dem Oberbergischen

  • Ok. Danke für die Infos.


    Kompression habe ich schon gemessen. Ist auf zwei zylindern mit knapp 9 bar zu wenig. Rest annähernd 12 bar.
    druckverlustprüfung habe ich noch nicht gemacht. Ich überlege ob es nicht schlauer wäre einen 323 originalmotor einzusetzen. Fast gleiche leistung aber weniger Verbrauch.


    Den Vergaser möchte ich jedoch beibehalten. Ist ein komplettes vgs vergaser kit.

  • Hallo,

    ein 323i , wenn der vorhanden und i. O. ist, und mit einer VGS-Anlage (meist 40´íger) geht eigentlich schon recht gut.

    Mit wenigen, weiteren Komponenten (geänderte Nocke, Fächerkrümmer, leichte Schwungmasse) macht der schon richtig Spaß.

    Mach doch Deinen Motor mal auf, geh der fehlenden Kompression mal auf die Spur und schau Dir dabei die Innereien an.

    Dann kannst Du dich immer noch für einen Weg entscheiden.

    Wir hören hier gerne, wie es weiter geht.

    Grüße aus dem Oberbergischen

  • Und selbst wenn Du genau wüsstest, was da für ein Block verbaut wurde und welcher Zylinderkopf genau draufgeschraubt wurde, kommst Du anhand der dargestellten Möglichkeiten auf E30.de zu keinen logischen Schlüssen bezüglich des Inhalts. Dort werden mehrere gängige Möglichkeiten beschrieben, einen 2,7 -Liter zu bauen. Der Erfindergeist dieser Schrauberrepublik ist aber wesentlich vielseitiger.

    Und wer weiß? Vielleicht wanderte eine 325er-KW in Deinen Motorblock und es handelt sich "nur" um einen 2,5-Liter? Oder es war im Gegensatz dazu mal ein ganz aufwendiger Umbau mit Alpina-Schmiedekolben anstatt der üblichen Lösung mit Abfräsen des Blockes. Wenn Du es genau wissen willst, kommst Du um das Zerlegen nicht drum rum. Und da der Motor sichtlich ein Problem hat (wie Du schon geschrieben hast, fallen zwei Zylinder im Druck ab), ist ein Zerlegen und Neuaufbau mit Revision ratsam. Dann wirst Du schon sehen was verbaut wurde.

    Das wäre eine schöne Arbeit für den kommenden Winter. Bis dahin würde ich den Wagen mal auf den Leistungsprüfstand fahren um zu sehen, was das angebliche Wunderwerk tatsächlich drückt.

  • Also ich weiß genau, dass es ein Serien Eta Motor war auf dem nur ein serien 2,5 liter Kopf drauf gebaut wurde.
    Es wurde nichts bearbeitet oder andere Kolben eingebaut.
    Da ich selber mir es nicht zutraue den Motor zu öffnen bzw. Zu überholen überlege ich deshalb einen originalen 323 Motor einzubauen (wenn dieser noch gute Kompressionswerte hat)


    warum:

    Der Eta müsste wegen der fehlenden Kompression überholt werden.
    der Eta müsste dann, um ein bischen Leistung zu erhalten warscheinlich geplant werden. Dann müsste noch ein verstellbares Nockenwellenrad verbaut werden um die fehlende Länge auszugleichen.

    dann hätte ich vermutlich 140-170 Ps. Je nachdem.

    kostet warscheinlich einiges.


    Der 323 Motor wäre im Tausch gegen den ETA zu bekommen.
    Warscheinlich Spritsparender da höher verdichtet.
    Einbauen und fertig.


    Soweit meine überlegungen.
    was meint ihr was das Bessere wäre?

  • Du beantwortest Dir deine Frage ja schon selbst.

    Überholung kostet einiges und wenn Du den anderen Motor im 1:1 Austausch bekommst kostet es nix...


    Wir wissen ja nicht, was Du erreichen willst!? Peak Perfomance, einfach nur fahren, einen Öko-Oldie,...

  • Zum ersten: Warum traust Du Dir nicht zu den Motor zu öffnen? Das ist keine Herz-Lungen-Maschine und verbaut ist keine Raumfahrttechnik. Es handelt sich konstruktiv um ein intelligent gemachtes, aber simpel gehaltenes Stück Technik. Man sieht gut wie alles funktioniert und das Ding gibt einem keine Rätsel auf.


    Mit einem ca. 40 Jahre altem Auto solltest Du Dich mit Deinem Werkzeugkasten anfreunden. Eine ordentliche Reparaturanleitung besorgt (findet man im Internet im antiquarischen Buchhandel) und los geht's. Ich bin gelernter Kaufmann und habe mir trotzdem einen E21 zugelegt. Und dann halt mir alles im Do-it-yourself beigebracht, seinerzeit als es noch gar kein Internet gab. Zum Glück gab es Freunde, die mal vorbeigekommen sind und den ein oder anderen Trick gezeigt haben.

    Du hast es viel kommoder: in Zeiten des Internets hast Du hier ein Forum, das Dir bei Fragen zur Seite steht. Es gibt auch viele Revisions-Dokus mit hunderten von Bildern. Ich habe auch schon eine verfasst, guggst Du hier: https://www.3er-foren.de/showthread.php?tid=22578


    Wenn es sich tatsächlich um den oben beschriebenen Motor handelt, dann sollte er - wenn sauber wieder montiert - um die 160 bis 170 PS leisten bei gutem Bumms aus dem Keller.

  • ...kann das schon nachvollziehen und ziehe meinen Hut vor Laien die Motoren revidieren.

    Aber...auch wenn das Forum bereitwillig Hilfestellung bietet und gute Literatur auf der Werkbank liegt...es gibt Dinge die man besser nicht tun sollte. @Anderl...Selbst erfahrene Motoreninstandsetzer schießen mal nen Bock. Soll hier auch nicht als Kritik erscheinen!!!!


    Wenn er den original 323i verbaut hat..., dann könnte er sich den ausgebauten hernehmen mit...JETZT HELFE ICH MIR SELBST oder SO WIRDS GEMACHT ect.

    Aber er soll ja im Tausch den O.Motor bekommen.


    Meine Meinung zu dem Thema.

  • Naja. Es geht ja nicht nur ums zerlegen. Das kann ja jeder.
    es geht ja um das neu Hohnen oder sogar übermaß Bohren. Das Planen. Die Ventilschaftdichtungen erneuern. Ventile einschleifen. Kurbelwelle polieren usw.


    Ich werde jetzt erstmal einen Druckverlusttest durchführen um zu sehen wo das Problem liegt.


    Sollte es der Kopf sein wird dieser warscheinlich zum bearbeiten weg gegeben und ich baue mir ein verstellbares Nockenwellenrad ein.


    Sollte es der Rumpf sein muss ich mir es doch stark überlegen ob ich nicht den 323 Motor nehme.

  • Der 323 Motor wäre im Tausch gegen den ETA zu bekommen.
    Warscheinlich Spritsparender da höher verdichtet.
    Einbauen und fertig.


    Soweit meine überlegungen.
    was meint ihr was das Bessere wäre?

    Du liegst richtig mit Deiner Überlegung: der originale Motor sollte wesentlich weniger Sprit brauchen als der oben beschriebene eta-Umbau. Alleine schon die Verdichtung ist beim E21-Motor wesentlich höher. Verbräuche von deutlich unter 10 Litern sind die Regel.

    Und der originale Motor hat natürlich den Charme, dass es sich um den "richtigen" Motor mit dem originalen, typischen Sound der K-Jetronic handelt.


    Jetzt gehen die Probleme aber erst richtig los: Wenn ich Dich recht verstanden habe, ist der eta-Motor in Deinem Wagen schon verbaut. Hm ... wo sind all die Teile hin, die mit dem Umbau auf Motronic ebenfalls haben weichen müssen? Mir fällt da adhoc ein: Kraftstoffversorgung der K-Jetronic mit der korrekten Benzinpumpe und Druckspeicher (die K-Jetronic arbeitet mit einem anderen Benzindruck), Mengenteiler, Luftmengenmesser, Luftfiltergehäuse, Warmlaufregler, Zusatzluftschieber, Kaltstartventil und all die dazugehörigen Kraftstoffleitungen und Schläuche. Theoretisch wurde auch der originale Batteriehalter abgesägt und die Batterie in den Kofferraum verlegt, um die Technik der Ansaugseite des Motronic-Motors unterbringen zu können. Ansaugrohre mit den K-Jetronic-Einspritzdüsen, und wer weiß was sonst noch alles ... Hat Dir der Verkaufer wirklich alle ausgebauten Teile mitgegeben? Ansonsten wirst Du für die Peripherie rund um den originalen Motor ein Vermögen los!


    Noch was: traue keinem Motor, den Du nicht selbst aufgebaut hast! Du hast geschrieben, dass Du den alten eta-Motor, der ja auch schon seine Macken hat und deshalb ohne Revision fast nichts mehr wert ist, gegen einen originalen 323i-Motor eingetauscht bekommst. Wenn es fair läuft, dann heißt es: fast wertlos gegen fast wertlos. Also erwarte auch nichts!


    Ich baue derzeit einen 323i-Motor für einen Freund auf. Und wenn man das vernünftig macht, dann fließt viel, viel Geld rein. Mit einem neuen Dichtungssatz und neuen Lagerschalen ist es nicht getan. Viele machen aber nur das und versichern Dir dann: "Der hat 'ne Revision bekommen!" Gar nix hat er! Es handelt sich nur um übergetünchten Schrott! So ist es auch dem Freund gegangen, der sich für 700 Euro einen angeblich überholten Motor gekauft hat. Ergebnis: Er tankt Öl und füllt Sprit nach ... Und jetzt baue ich ihm einen Motor nach guter alter Väter Sitte auf.


    Was muss bei dem 323i-Motor gemacht werden, bevor Du ihn einbaust? Ich sage es Dir: Zuerst muss er komplett zerlegt und alle Teile müssen gereinigt werden.

    Dann fangen wir mal beim Zylinderkopf an: ab zum Motorbauer. Der wird ihn abpressen um herauszufinden, ob der Kopf Risse hat (wenn ja ist das der Todesstoß für den Kopf). Dann wird er die Ventilschaftführungen auf Verschleiß prüfen und ich könnte ein Monatsgehalt darauf verwetten, dass mindestens die Führungen der sechs Auslassventile ersetzt werden müssen. Die Schaftdichtungen sowieso. Die Ventile sollten poliert werden und anschließend muss der Motorenbauer die Ventilsitze nacharbeiten und die Ventile einschleifen. Das ist das Minimum was an Revisionsarbeiten am Kopf anfällt. Gerne wird es mehr.

    Kommen wir zum Kurbeltrieb. Die Kolbenringe müssen neu. Der Motorenbauer sollte auch die Lagerbuchsen in den Pleuelaugen nachmessen. Wahrscheinlich werden auch diese gewechselt werden müssen. Dass Pleuellager und Kurbelwellenlager neu müssen, ist selbstverständlich.

    Auch die Kurbelwelle sollte zum Motorenbauer: diese sollte auf Schlag geprüft und gerichtet werden. Dabei kann er die Lagerstellen schön läppen (muss nicht, aber wird perfekt).

    Zum Block: wenn es mit einem neuen Kreuzschliff für die Zylinderlaufbahnen getan ist, hast Du Glück gehabt. Lasse sie Dir auf jeden Fall durchmessen. Muss auf Übermaß gehont werden, dann handelt es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, denn der dann notwendige Satz Kolben im Übermaß kostet ein kleines Vermögen (wenn Du überhaupt noch welche bekommst).

    Nur für die beschriebenen Arbeiten sind wir schon bei ca. 1.200 Euro, die alleine der Motorenbauer für die geschilderten Arbeiten (zu Recht) verlangt. Die wenigsten von uns haben den Maschinenpark, der für diese Arbeiten notwendig ist. Und wenn jetzt noch dazu kommt, dass Du Neuling bist, dann kommt zum Beispiel das Zerlegen und das Zusammensetzen des Kopfs noch dazu. Ich mache ja schon recht viel. Aber den Einbau der neuen Ventile inklusive Ventilführungen, Schaftdichtungen und Einschleifen gebe ich immer ab. Ist selbst mir zu viel und zu anstrengend. Dazu kommt noch all das andere Kleinmaterial, angefangen vom neuen Dichtungssatz über neuen Zahnriemen mit Spannrolle bis hin zur Wasserpumpe.


    Was will ich Dir damit sagen? Richtig: egal für welche Variante Du Dich entscheidest - Du kommst vom Regen in die Traufe. Ein wirlich neu aufgebauter Motor kann nicht unter ca. 2.000 Euro abgegeben werden, ohne dass man Verlust macht. Deswegen ist es unwahrscheinlich, dass Du für Deine eta-Grotte eine brauchbare Maschine im Tausch bekommst. Glaube keinerlei Versprechungen! Und wenn die oben dargelegten Arbeiten nicht mit Rechnungen und Messprotokollen nachgewiesen werden können, dann weißt Du was Du von der Maschine zu halten hast: Altmetall, mehr nicht ...


    Du siehst: so oder so kommt was auf Dich zu. Persönlich würde ich den Originalmotor favorisieren, aber wenn Du nicht eine komplette (und funktionstüchtige!) K-Jetronic in Deinen Händen hältst, wird daraus wohl nichts. Mit gebrauchten K-Jetronic-Teilen verhält es sich übrigens wie beim Motor, nur dass Du hier fast nichts selber machen kannst. Die Überholung aller Komponenten kostet übrigens ca. 1.500 Euro.


    Also überlege in aller Ruhe und viel Erfolg! :floet:

  • Ach ja: wenn Du Deinen eta-Motor zerlegst, um ihn wieder in einen ordentlichen Zustand zu bekommen, hast Du 1:1 den gleichen Aufwand. Aber wenn Du die oben aufgeführten Teile der Kraftstoffversorgung und -Aufbereitung für den 323i nicht hast, wird es wohl beim eta bleiben müssen, denke ich.


    In meinen Augen ist das der entscheidende Faktor, nicht der Zustand des Blocks oder des Kopfes.

    Und noch was: sollte die Zusammenstellung Deiner eta-Variante tatsächlich Deiner Schilderung entsprechen, brauchst Du kein verstellbares Nockenwellenrad, auch nicht nach Planen des Kopfes. Das Planen liegt in Bezug auf die Steuerzeiten innerhalb des Toleranzbereichs. Schließlich handelt es sich um einen serienmäßig belassenen Rumpf mit eta-Pleueln und eta-Kolben, dem in diesem Fall ein fast identischer (entdrosselter) 325i-Kopf aufgesetzt wurde.
    Übrigens: Wenn es technisch nicht unbedingt notwendig ist, würde ich einen Kopf nicht planen lassen. Sonst ist die Materialreserve aufgebraucht, wenn es wirklich mal nötig wird!


    Das verstellbare Nockenwellenrad brauchst Du, wenn Du z.B. einen 325i-Block verwendest und ihn mit der eta-Kurbelwelle, 320i-Pleueln und 325i-Kolben kombinierst. Denn in diesem Fall musst Du den Block um ca. 2 mm abfräsen lassen damit wieder alles passt. Und dann brauchst Du wirklich ein verstellbares Nockenwellenrad, um die Steuerzeiten wieder angleichen zu können.

  • Im großen Ganzen möchte ich zustimmen, aber es gibt durchaus Motoren, die keine große Überholung benötigen.

    Ich überhole gerade einen 323i Motor, wo nicht viel zu tun ist.

    Honung in den Zylindern noch fast vollständig vorhanden, keinerlei Abnutzung der Nockenwelle oder Kipphebel, Pleuellager fast ohne Verschleiß...

    Trotzdem werde ich ihn nachhonen lassen und natürlich Pleuellager und Kolbenringe erneuern. Ventilschaftdichtungen kommen auch neu.

    Ich sehe nicht ein, warum ich bei sowas noch Ventil usw. bearbeiten soll...

    Mit den ganzen Dichtungen belaufen sich die Kosten dann aber trotzdem schon um die 500,- € (ohne die Arbeit zu rechnen)


    Ich würde auch nicht von "Schrott" reden, wenn es um den müden Eta mit 325er Kopf geht... versuch mal die Komponenten zu erwerben. Das wird mal richtig teuer. Einen originalen 325er Kopf wird schon in Gold aufgewogen, sodaß sich da eigentlich nur der Kauf einen Nachbaus von AMC lohnt.

    Da sind 323i Motoren noch recht günstig zu bekommen. Allerdings würde ich ihn auch aufmachen, wenn ich nicht sicher bin, wer ihn überholt hat und ob man sich auf ihn verlassen kann...


    Gruß Ekki

  • Danke für die Infos.


    Batteriehalter usw. ist alles noch da wo es sein soll. Da wurde nichts umgebaut.


    Also Das ganze drum herum wie Motronic, Lmm usw. brauche ich eigentlich nicht. Eta raus. 323 rein.
    Da ich sowieso wieder die Webervergaser drauf baue. Also Einlasseitig passt das und Abgasseitig habe ich einen Hartge Fächer. Der passt auch an den 323.


    Ich bin das Auto mit dem Eta und Vergasern auch schon gefahren. War nur sehr schlecht eingestellt. Deshalb etwas ruckelig. Aber er lief.


    Jetzt mache ich erstmal den Druckverlusttest. Dann sehe ich in welche Richtung es geht.


    Mit freundlichen Grüßen

  • @ Ekki: Das Wort "Schrott" habe ich nur im Zusammenhang mit immer wieder angebotenen Motoren verwendet, die nur oberflächlich aufgehübscht wurden. Der eta vom Waidler war damit nicht gemeint. Den habe ich nur "Grotte" genannt, weil der nicht richtig läuft und offenbar ein Problem hat. Damit zielte ich mehr auf den Zustand "grottig" ab als auf den Motor an sich, dem ich Respekt zolle: wie ich oben schon schrieb: bis an die 170 PS und ordentlich Drehmoment sehe ich schon, wenn er wieder sauber aufgebaut ist. Mit einer ordentlichen Weber-Vergaseranlage, die sauber eingestellt ist, sollte nach oben noch mehr drin sein. Allerdings sollte man dann auch tolerant sein, was den Spritverbrauch anbelangt ...

    Die Einzelteile des eta sind allemal was wert, da gebe ich Dir Recht, Ekki. Alleine der Zylinderkopf - in ordentlichem Zustand kaum noch aufzutreiben.


    P.S.:

    Glückwunsch zu dem 323i-Motor in solch hervorragendem Zustand. Der stellt aber eher die Ausnahme da. Da erkennt man mal wieder den Profi, der Perlen als solche erkennt und sich ins Haus holt. Der Normalfall sieht anders aus :zwinker: