Billy's 323i Restauration

  • Ich benötige bitte mal Eure Hilfe.

    Die Lichtmaschinen-Gummilager sind spröde und sollten erneuert werden. Das Problem ist, dass im Teile-Katalog drei verschiedene aufgeführt sind und ich keine Ahnung habe welche ich bestellen muss (ganz abgesehen davon, ob es die noch bei BMW gibt).


    Die Lichtmaschine ist eine 0120 489 030 040

    Die Gummilager sind etwas verzogen, aber die Maße müssten wie folgt sein:


    Kurzes Lager: 8mm lang, Innendurchmesser 15mm

    Langes Lager: 20mm, Innendurchmesser 15mm


    Wenn also jemand weiß welche Lager ich benötige und/oder eine Bezugsquelle hat, würde ich mich über einen Tipp sehr freuen.


  • Bevor ich zu dem komme was ich heute gemacht habe, ein kleiner Ausflug in Richtung Fahrwerk.


    Nachdem ich hier im Forum viel recherchiert und gelesen habe, danke auch an Ekki für die Unterstützung, habe ich mich für Vogtland Federn, Modell 951005 entschieden. Aber werden die denn so einfach in Verbindung mit einem H-Kennzeichen eingetragen? Ich habe also letzte Woche beim TÜV angerufen. Noch bevor ich mit meiner Erklärung fertig war, erzählte mir der nette Beamte voller Begeisterung , dass er früher mal einen E21, 318 hatte ...... und wow ein 323i, er würde sich schon freuen die Abnahme zu machen. Lange Rede kurzer Sinn, das ist überhaupt kein Problem auch wenn das Gutachten von 1999 ist - perfekt!


    Also Federn bestellt und auch Bilstein B8 dazu geordert. Das ganze sollte bis Mitte Februar eintreffen.


    Heute habe ich dann wieder am Unterboden gearbeitet. Das ist echte Sträflingsarbeit. 6 Stunden habe ich durchgehalten, dann war ich kreuzlahm. Es sind nun alle Flächen bearbeitet, die mit der Zopfbürste erreichbar waren. Dann kam der Heißluftföhn mit einer Spachtel zum Einsatz - alles sehr sehr mühsam. Für enge Stellen wechselte ich auf ein Stemmeisen, das geht auch ganz gut.



    Diesmal kamen relativ viele kleine Rostnester zum Vorschein, speziell in den Ecken Verstehe ich irgendwie nicht, denn teilweise war da wirklich über einen Zentimeter dick das Zeug drauf, hier mal zwei Bilder. Aber in gewisser Weise eine Entschädigung für die ganze Mühe.





    Die Heckschürze und ein paar andere Flächen stehen noch aus, einmal muss ich also noch ran und dann dürfte ich es geschafft und den alten Schmodder komplett entfernt haben. Dann kommt das Gestell wieder dran, werden die rostigen Stellen bearbeitet, mit Fertan behandelt und grundiert.

  • Immer weiter so - das sieht ja jetzt schon aus wie geleckt! :good:


    @ Ellmi,


    sei froh dass Du nichts tun musst, solange Deine "Karotte" keine Rostschäden aufweist ... da lebt es sich dann gerne mit "nur geputzt".

    Wenn man dann doch irgendwannsein muss so wie in Billy's Fall, dann halt wie so oft: ganz oder gar nicht.


    Trotzdem: Wohl dem, dem es erspart bleibt :smoke:

  • ...bekomme da auch Bauchschmerzen, wenn man sieht wo sich überall unerwartet Arbeit versteckt.

    Aber damit sollte man rechnen wenn man es richtig machen will. Die weiteren Baustellen werden/sind dann wahrscheinlich die abgebrochenen Restaurationen.

    Wohl dem der es durchzieht, sein FZG immer mehr kennenlernt. Deshalb zolle ich Billy meinen Respekt:good:

    Würde ich selbst auch in Angriff nehmen, aber es fehlt an Platz, erforderlichem Equipment und das strukturierte Vorgehen. Und mir fehlt die Zeit.

    Freue mich schon wenn ich kleinere Arbeiten selbst erledigen kann...wie z.B. den Tacho ausbauen und Ihn sich mal zur Brust nehmen:scratch:. Zum Glück habe ich einen in Reserve;)...man wächst an seinen Aufgaben.

    Und da wo es nicht weitergeht...hier wird sich geholfen. Ganz dickes DANKESCHÖN an EKKI...auch in persönlicher Sache.:thenkju:

  • Hallo,

    Ich habe mich jetzt am Wochenende in aller Ruhe durch Deinen Resto-Fred gewühlt und habe buchstäblich mit Dir gelitten! Also ganz ehrlich - angesichts der verbogenen Karosse hätte ich mir wahrscheinlich nicht mehr zu helfen gewusst - wahrscheinlich hätte ich aufgegeben und eine andere Karosse gesucht, um dann vielleicht "zwei zu eins" zu basteln (oder besser basteln zu lassen - weder kann ich schweißen, noch habe ich das Equipment). So ähnlich ging es mir damals beim Baur.


    Der Weg den Du gegangen bist war so hochwertig wie mühsam und zeugt von perfekter Arbeit nach guter alter Schule - Respekt! Ich freue mich mit der Gemeinschaft auf den weiteren Weg und hinterlasse ein "Dankeschön", dass wir daran teilhaben dürfen. Von dieser Dokumentation mit den vielen Bildern profitieren alle.


    Das gilt natürlich ebenso für die Resto-Freds vieler anderer, beispielgebend seien hier Balthasar und BuschBertl genannt - was man von Euch allen lernen kann ist phänomenal :good:

  • Vielen lieben Dank für die netten Worte.

    Ich bemühe mich ordentlich und sauber zu arbeiten und habe mir von vielen vielen anderen Dokus schon einiges abgeschaut.

    Beim Zusammenbau werde ich vermutlich öfter mal auf Euch zukommen müssen, weil ich eindeutig zu wenig Bilder beim Zerlegen gemacht habe - ich zähl auf Euch.


    Zum Thema schweißen, das ist reine Übungssache und kann jeder im Forum ganz locker lernen. Naja, manchmal brenne ich schon noch mal ein Loch ins Blech.

  • Heute war ein wenig deprimierend. Man sieht fast nix obwohl ich 7 Stunden geschuftet habe.

    Ich habe total unterschätzt, dass diese vielen kleinen Ecken und Kanten extrem viel Zeit benötigen. Das Heckblech hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, weil dieser olle Gummi-Schmodder zentimeterdick draufgeschmiert war. Am besten ging es mit der Stirnlampe, Heizluftföhn, Stemmeisen (Schreiner würden weinen wenn Sie das sehen) und scharfem Schraubendreher.

    Danach alle Stellen mit Fertan behandelt - gib dem Rost keine Chance - das jetzt min. 2 Tage wirken muss.



    Siehe da, es kam plötzlich ein Lichtschein vom Kofferraum durch das Blech. Hab dann von oben mal geschaut und nach dem Abschleifen weitere Baustellen gefunden. Muss aber warten bis nächsten Samstag.



    Um den Kopf freizukriegen hab ich unter der Woche Abends schon das Gestell montiert und die Frontmaske das zweite mal mit dem guten Brantho-Korrux behandelt. Da muss ich aber nochmal mit einem kleinen Pinsel ran um noch ein paar Ecken zu versiegeln.



    Zum Schluss noch eine Frage, sind diese beiden unteren Löcher Standard? Da ist innen ganz viel Grat dran, als ob die Löcher nachträglich gebohrt wurden.


  • Gestern ging es weiter.

    Zunächst wurde das Fertan vom Unterboden abgewaschen damit dann alles anschließend gut trocknen konnte.

    In der Zwischenzeit habe ich dann das Loch im Kofferraum geflickt. Ein Rechteck rausgetrennt, mit einem Blechlein verschlossen und provisorisch versiegelt.



    Der Kofferraum wird mich aber nächste Woche noch etwas beschäftigen, weil da noch drei Baustellen (diese komischen beiden Abläufe und ein kleines Loch) zu beseitigen sind.




    Dann ging es weiter mit der ersten Beschichtung Brantho Korux (bis auf die Reserveradmulde). Da hat sich die Schinderei doch echt gelohnt!!!!





    Jetzt noch eine Frage in die Runde. Ist die Beschichtung im Kofferraum so original? Gefallen tut mir das nicht, hat aber wahrscheinlich anti-dröhn Eigenschaften?!