Billy's 323i Restauration

  • Habe die Urlaubstage genutzt um wieder etwas voranzubringen.


    Das habe ich gestern von den vorderen Radhäusern und der Frontmaske abgeschliffen - was für eine elende Arbeit!!!



    Nach dem Abschleifen auch schön mit Fertan behandelt.





    Heute habe ich dann die gleiche Menge Unterbodenschutz von den hinteren Radhäusern abgeschrubbelt. Gestern und heute gingen insgesamt 2 Zopfbürsten drauf. Zwischendrin hatte ich es mit einem "Negerkeks" (sorry für den Ausdruck, hab aber keine Ahnung wie die Dinger richtig heißen) probiert, das ging auch nicht besser, staubte nur umso mehr.

    Dieses 40 Jahre alte Zeug ist mega heimtückisch. Man denkt, dass der alte Unterbodenschutz intakt ist, aber plötzlich kommt ein Rostnest zum Vorschein.




    So sah ich vollvermummt aus, recht viel mehr kann man nicht aufsetzen/anlegen. Der Mundschutz zur Abwechslung mal nicht wegen Corona, sondern gegen den wahrscheinlich nicht sehr gesunden Staub.



    Morgen werden die Radhäuser grundiert.

  • Habe heute wie angekündigt die Grundierung vorgenommen.






    Hab dann noch die Lichtmaschine zerlegt bzw. gleich die beiden Kugellager und Schleifkontakte bestellt. Eine reine Wohltat nach der ganzen stundenlangen Schleiferei und Pinselei.



    Hab da zum Jahresende noch eine Frage in die Runde. Hat jemand eine empfehlenswerte brauch- und bezahlbare Sandstrahlkabine? Wenn ja, welche?

  • Das geht ja schnell voran hier! Brav und weiter so Billy!


    Ich hab mir so eine billige Sandstrahlkabine von Am...on gekauft und mit Absaugung aufgerüstet. Auch alles mit zusätzlichen Dichtbänderung, Scheibenkleber in den Verbindungen und Abklebung der Fugen Außen versucht dicht zu bekommen. Trotzdem staubt es da und dort raus! Leider ist bei so kleinen Kabinen auch die Sicht ziemlich schnell weg! Für ein paar kleine Teile geht es! Wenn du länger und öfter damit arbeiten möchtest rate ich Dir zu einem HighEnd Gerät mit ordentlicher Dichtigkeit und Absaugung!

  • Kaputt repariert?!


    Das ich irgendwann an einen solchen Punkt komme, hatte ich schon vermutet, aber beim Anlasser ...... Mein Anlasser sieht nach 40 Jahren natürlich grottig aus und so habe ich mir gedacht, den mache ich mal wieder schön.

    Reparaturanleitung gelesen, Gunna  Anlasser revidieren angesehen, Reparatursatz organisiert und losgelegt. Anlasser zerlegt, gereinigt, abgeschliffen, lackiert und heute (in Bayern ist Feiertag) zusammengebaut. Ging schnell, sind auch im Grunde nur ein paar Handgriffe. Danach noch getestet und erstmal gestaunt! Das Ritzel fährt raus dreht sich aber nicht. 10 mal auseinander- und zusammenbauen reicht glaube ich nicht. Das Ding hatte im Mai noch funktioniert, weshalb ich mir nicht vorstellen kann, dass etwas kaputt ist. Ich komme nicht drauf, was ich falsch gemacht haben könnte. Hat jemand eine Idee?


    Die Batterie zum testen ist genügend geladen, Axialspiel passt auch, Kohlen sind OK und Schleifflächen sind gereinigt.


  • Moin,


    ich würde den Fehler auf im Magnetschalter suchen. Sieht so aus als wenn der Schalter zwar das Ritzel einwirft aber nicht den großen Kontakt für die Batterieleitung zu schließen. Messe doch einmal ob die beiden großen Anschlüsse am Magnetschalter verbunden sind wenn der Schalter am Masse liegt und an der kleinen KLEMME + 12 Volt bekommt.


    VG,


    Volkert

  • Ich könnte jetzt rumjammern, dass mich der Anlasser min. 5 Stunden Zeit gekostet hat, etc. etc. ....... das Gegenteil ist aber der Fall.

    Jeder weiß wohl was so ein Anlasser macht, aber wie er genau arbeitet vermutlich nicht. Ging mir auch so, bis ich Fehlersuche betreiben musste. Danke auch an DüSe und volkert für die Tipps. Einige Youtube-Erklärvideos später war klar, das kann nur der Magnetschalter sein - hab noch immer keine Ahnung wie und warum der ohne Fremdeinwirkung den Geist aufgegeben hat - und so hab ich einen neuen alten organisiert. Gestern dann also eingebaut und bingo! Noch schnell hübsch gemacht und final komplettiert.

    Sicher hätte ich auch einen neuen Anlasser bestellen können, aber schließlich will ich ja eine Restauration durchführen und das heißt für mich, so viele Teile als möglich zu erhalten.

    Hab also viel gelernt und wäre beim Wettbewerb "Anlasser blind zerlegen und wieder zusammenbauen" ganz vorne dabei. Per Zufall auch ein super Erklärvideo für die Lichtmaschine gefunden, sobald die Teile (Kugellager und geldverzinkte Einzelteile) eintreffen, mache ich mich an dieses Teil.


    Hier noch alt und "neu"



    So voller Tatendrang nach dieser Aktion hab ich dann begonnen den Unterboden von dem alten Unterbodenschutz zu befreien. Auch hier kamen einige Rostnester zum Vorschein die unter dem Schmodder vollkommen versteckt waren. Geschafft habe ich die linke Seite bis zur Tankaufnahme und den Tunnel (die unzugänglichen Ecken kommen noch später dran). Zugeschweißt wurden dann auch die 7 Löcher im Unterboden die einmal zu einer Anhängerkupplung gehörten.

    Nach dann insgesamt 4,5 Stunden überkopfarbeiten war ich dann doch flügellahm und hab heute einen schlimmen Muskelkater.



  • Hallo,

    Das untere Bild....

    So weit ich mich erinnere, sind diese "Löcher nicht zu.

    Ich meine da kommen zwei Gummi-Stopfen rein, die gleichzeitig als Anschlag-Puffer für den Auspuff-Topf dienen.

    Auch werden die genutzt, um da Hohlraum-Schutz einzufüllen.

    Oder??

    Aufnahme Anhänger-Kupplung war glaub ich nur unter der Reserve-Rad-Aufnahme angeschraubt.

    Gruß

    Harry

  • Nachdem ich mir einen neuen alten Abblendscheinwerfer besorgen konnte und auch wieder mit Gebissreiniger gesäubert habe, ging es ans zusammenbauen.

    Alle Metallteile schön pulverbeschichtet und Chromringe im Austausch gegen die matten montiert - ich liebe dieses bling bling :) - außerdem noch neue Federn und Schrauben hinzugefügt.


    Vorher (man beachte wieder mal eine falsche "spanische" Schraube):



    Nachher:




    Leider habe ich vergessen ein Bild zu machen, welches Kabel wie dran war (Standlicht und Abblendlicht). Ich schätze, das graue geht aufs Standlicht und das gelbe aufs Abblendlicht, bin mir aber nicht sicher. Leider ist die Reparaturanleitung s/w, über einen Tipp würde ich mich sehr freuen.


  • Danke gandalf1970 und ja, der Scheinwerfer war etwas verbogen (ist mir erst nicht aufgefallen). Mit einer Zange war das aber ruckzuck wieder bereinigt und einfacher als vermutet.


    Hab heute wieder 5 Stunden überkopf den Schmodder entfernt. Habe die Beifahrerseite, die beiden Seiten unter den Tanks, die Ecken und Kanten von letzter Woche (boahh die Handbremsseil-Führungen sind die Hölle) und die Reserverad-Mulde (dort wo ich mit der Zopfbürste rangekommen bin, ohne Bild) geschafft. Bei minus 3° habe ich sogar geschwitzt.



    Da kamen plötzlich auf beiden Seiten zwei Löcher zum Vorschein. Das hat mich doch sehr gewundert. Müssen die wieder zugemacht werden?

    Schön auch zu sehen, dass da unter dem alten Unterbodenschutz Rost vorhanden war. Man sieht auch noch die Spuren des spanischen Gabelstaplers, das kommt aber erst an die Reihe wenn das Gestell wieder dran ist.



    Ja, und dann öffnete sich ein kleinen Guckloch auf der linken Seite ......



    .... und man kann durchsehen bis in den Innenraum. Werde ich demnächst zuschweißen.



    Als nächstes kommt der hintere Teil dran. Da gibt es jede Menge Ecken, Kanten, Befestigungen (Benzinpumpe, Auspuff, ....). Mir graust es schon.