Billy's 323i Restauration

  • Das ganze Programm habe ich bei meinem damals gemacht ........

  • Gestern war im Vergleich zum Donnerstag ein guter Tag.

    Um es vorweg zu nehmen, der Zylinderkopf hat keinen Riss und sieht auch sonst gut aus.


    Zuerst wurden die Ventile unter Zuhilfenahme eines hydraulischen Werkzeugs entfernt. Cooles Teil und um Längen besser als das damalige Hebelwerkzeug. Sicherlich geht das auch mit einer Schraubzwinge o.ä., aber wenn man schon die Möglichkeit hat sowas borgen zu können, ist es doch gleich viel angenehmer.





    Die Ventile nebst Federn, Keilen, etc. in ein "Spezialbehältnis" gepackt. 7mm Löcher in einen Kartons bohren, beschriften, fertig. So können sie zum Säubern gehen.



    Dann wurde der Kopf abgedrückt. Zuerst die Dichtflächen gesäubert und dann das Werkzeug mit Hilfe der alten Kopfschrauben angeschraubt.


    Leider fehlte ein Abdeckdeckel an der Einlasseite und so musste ich etwas basteln. Quick und dirty, aber zweckmäßig.



    Dann mit Luft aufgepumpt und ab ins Wasserbad - keine Luftblasen :klap:



    So, mal sehen wie es mit dem Block und der Kurbelwelle weitergeht ......

  • Das ausgerissene Ölpumpengewinde im Block ist wirklich ätzend ... eine saubere Lösung fällt mir da nicht ein. Vielleicht weiß ja der erfahrene Motorenbauer Rat.


    Zu den Spuren und den Lagern im 2. Zylinder: vielleicht ist da mal Flüssigkeit reingelaufen oder es gab dort eine ordentliche Fehlzündung, so dass die Kurbelwelle einen Schlag bekommen hat. In Folge sind dann die Lager im 2. Zylinder hopps gegangen. So erkläre ich mir das als Laie ... Ich würde die Kurbelwelle auf jeden Fall auf Schlag kontrollieren und ggfs. richten lassen. Die Spuren an den Lagerstellen der KW lassen sich anhand der Fotos nicht beurteilen. Aber der Motorenbauer wird Dir dann schon sagen, ob läppen genügt oder ob er auf Untermaß abschleifen muss. Dann kannst Du sie ohne Bedenken wieder verwenden.

  • Jetzt wundert mich ja nichts mehr.


    Ich habe mir heute die Kolben, Pleuel, etc. genauer angesehen.

    Die Pleuel und Lagerdeckel von Zylinder 1, 3, 4, 5, 6 schauen so aus, d.h. sind auf einer Seite nicht beschriftet und auf der anderen Seite jeweils mit 20 und 4.



    Das Pleuel von Zylinder 2 ist auch mit 20 und 4 gekennzeichnet, der Lagerdeckel ist aber ein völlig anderer. Lässt sich auch nicht sauber aufsetzen.




    Das Pleuel hat auch Hitzespuren, d.h. die Verfärbung ist nicht etwa Dreck - nein, da ist das Metal durch Hitze blau angelaufen. Vermutlich durch das "Durchdrehen" der Lagerschale.


    Hat jemand zufällig ein Pleuel und Lagerdeckel mit 20 und 4 in seinem Fundus? Wenn ja, würde ich mich über eine PN sehr freuen. Ein kompletter Satz wäre natürlich auch eine Alternative.


    Stauber ja, vor vielen vielen Monden habe ich sowas schon mal gemacht.

  • Hallo,

    zu Deinem defekten Pleuel:

    Wenn Du 1Stk. passendes bekommen kannst, nimm es.

    Danach solltest Du alle über eine Waage ziehen und ggf. alle dem leichtesten anpassen.

    Oberteile alle gleich; Unterteile alle gleich. (Ich hab die immer auf 0,5gr. gleich gemacht . Im Gr.A-Katalog für den S14 Motor ist die Toleranz auf 2gr. angegeben).

    Dann noch die Buchsen kontrollieren und ggf. ersetzen.

    Ein wenig polieren und schon hast Du einen Satz fertig. (Im Bild sind auch die Kolben gewichtsmäßig angeglichen).


    Mit Deinen handwerklichen Fähigkeiten und den den vielen Monden zurück sollte das wohl nur ein kleines Problem sein.

    Wenn dazu noch Fragen sind, einfach melden.

    Grüße aus dem Oberbergischen

  • Mein Spanier fordert mich ganz schön heraus, aber ich lasse mich nicht unterkriegen.


    Hab letzte Woche eine abendliche Reise unternommen und einen neuen alten 323 iBlock abgeholt.

    Dann gleich noch zerlegt um zu sehen ob alles i.O. ist. Der Block sieht zwar äußerlich schlimm aus, aber die inneren Werte zählen. Es ist nichts abgebrochen, Lager und Kurbelwelle sind auch OK.


    Auf dem Bild sieht man, dass die Froststopfen schon raus sind. Die sahen wirklich schlimm aus.



    Hab heute auch gleich die Pleuel von den Kolben getrennt. Feingewogen wird nach dem Reinigen. Der Schwiegervater eines Kumpels hat eine Werkstatt für LKW-Getriebe und ich darf meine Teile bei ihm und der "Waschmaschine" säubern. Ist geplant für übernächste Woche, wenn ich Urlaub habe.



    Die Laufbuchsen sehen auch ordentlich aus.



    Die Karosserie ist nun auch fertig für den Lackierer, am 07.06. wird per Hänger abtransportiert.



    Und damit nicht alles einstaubt habe ich nach dem "Rauswischen" eine Abdeckung draufgemacht.


  • Hab heute die Gelegenheit genutzt ein wenig zu machen.


    Zuerst wurden die Pleuelbolzen poliert, die glänzen jetzt wie irre (die Flecken auf dem Bild sind Spiegelungen).



    Im Anschluß habe ich dann Kartons mit Sachen für den Gelbverzinker gepackt. Die Bremssättel sind auch dafür vorgesehen und um die sensiblen Stellen vor dem Sandstrahler zu schützen habe ich flexiblen Kunststoff verwendet. Das habe ich im Netz gesehen und einfach ausprobiert. Das geht echt super, Wasser auf min. 62°C erhitzen und die weißen Kügelchen aus der Tüte hineingeben. Nach ca. einer Minute werden die Kügelchen dann durchsichtig und man kann eine flexible Masse kneten bzw. aufbringen. Sogar verschiedene Farben sind möglich, in dem man farbliche Kügelchen hinzugibt. Hab das mal mit gelb probiert.






  • blthsr danke, gut zu wissen falls ich irgendwie Probleme bekommen würde.


    Heute hatte ich das Motto "bling bling", d.h. ich habe Motorteile hübsch gemacht.


    Der Verteiler sah so aus wie die Unterdruckdose.



    Das habe ich heute geschafft.



    Viele viele Teile sind seit Dienstag beim Sandstrahlen bzw. Gelbverzinken, die Ventile sind beim Glasperlenstrahlen.

    Ich habe auch begonnen die vorderen Radlager zu erneuern.


    Am Montag (hab Urlaub) wird der Antriebsstrang komplett gereinigt und der Block zum "Abziehen" gebracht.