320/6 Alpina , Bj. 11/77 mit 2,8l und K-Jet

  • Ich bin am überlegen, den Trichter nach der Stauscheibe nur 1-2 mm zu Vergrößern. So ändert man nichts an der eigentlichen Grundeinstellung, aber im mittleren oder Vollastbereich hat die strömende Luft mehr Volumen! Zu bedenken ist allerdings, das auch eine gewisse Strömungs-Geschwindigkeit, erhalten bleiben sollte. Zu großer Luft-Einlass, könnte die Leistung dann event. mindern...? Denke mal, das haben einst die Ingenieure in ihrer Berechnung mit einfließen lassen.

    Ich selbst, verspreche mir dadurch keine enormen Leistungs-Zuwächse, sondern ein besseren Ansprechverhalten. Besonders im unteren Drehzahl-Bereich.

    Dies habe ich auch schon mit den jetzigen Maßnahmen ein wenig erreicht. ;-)

  • ich habe jetzt mal die Stauscheibe von dem Benz-LMM ausgebaut. Die ist 85mm im Durchmesser im Gegensatz zu 80mm der 323i Stauscheibe.
    Wenn whc-racing Drosselklappen aufspindeln kann, dann sicher auch LMM...
    Ich habe nur Bedenken, daß das Gemisch dann insgesamt zu mager wird, weil ja bei gleicher Drosselklappenstellung die Stauscheibe nun weniger angehoben wird und der Mengenteiler entsprechend weniger Sprit frei gibt (oder habe ich da einen Gedankenfehler?).

  • ist eine Überlegung wert , kann mit Theorie sicher auch beantwortet werden. Eine grössere Stauscheibe ist nicht gleich eine grössere Luftmenge. Hier ist dann deutlich Material zu entnehmen um ein Volumen zu erreichen und zugleich die Ansauggeschwindigkeit zu erhöhen.

    Was die Gemisch Einstellung betrifft, muss sicher etwas nachgestellt werden. Das Ansprechverhalten wird aber dadurch auch besser.

  • ja, da kommt noch was...

    bin noch am Testen und Fehler zu beseitigen.

    Sind noch ein paar Probleme beim Warmstart und im Teillastbereich auf der Autobahn, wo er viel zu mager läuft.

    Läßt sich ganz sicher beheben, wenn ich die Volllastanreicherung manuell dazu schalte, wenn ich dem WRL den Unterdruck nehme. Aber eigentlich sollte das so nicht sein....


    Ansonsten echt klasse die Kiste. Echte 200 km/h auf viel zu kurzem Autobahnstück, wo das möglich ist, waren leicht machbar.

    Tacho war da schon bei 230 :shock


    Gruß Ekki

  • Insgesamt ist das auch völlig OK. Vielleicht reicht es ja auch, wenn ich den Steuerdruck wieder etwas senke. Würde ich aber eher vermeiden wollen, weil dadurch der Verbrauch insgesamt steigen würde.

    Einspritzdüsen wäre evtl. noch eine Möglichkeit, obwohl ich das eher ausschliessen würde.

    Mit dem Abschaltventil für die Unterdruck Volllastanreicherung funzt jedenfalls sehr gut. Auch zu verwenden für ein fetteres Gemisch beim Kaltstart.


    Den CO-Wert im Standgas konnte ich jetzt auch runter bringen. Ein Tausch der Zündspule hat einen wesentlich kräftigeren Leerlauf gebracht. Vorher mußte ich den CO auf 5% stellen, damit ein ruhiger Leerlauf gegeben war...


    Tacho ist Original und somit vom 320 mit 3,64er Diff. Jetzt habe ich aber ein 3,45er Diff drin. Die Ritzel habe ich schon passend getauscht. Wegstrecke stimmt jetzt also.

    Eigentlich müßte durch das längere Diff ja weniger Geschwindigkeit angezeigt werden... ist aber nicht.

    Die Nadel habe ich schon etwas überdreht und somit die Vorspannung etwas erhöht. Der Tacho stimmt jetzt bis ca. 80 km/h. Das ändert sich dann aber bei höheren Geschwindigkeiten bis zu 20 km/h bei 200 km/h. Keine Ahnung, ob man dann eine andere Feder braucht, oder einen etwas schwächeren Magneten...

  • Den Steuerdruck habe ich jetzt auf 3,3 bar gesenkt. Jetzt ist eigentlich in allen Bereichen das Gemisch fett genug. Wie sich das auf den Verbrauch auswirkt, wird sich zeigen...
    Sehr hoch wird er nicht gehen, aber da ich den Wagen auch im Alltag bewegen will, ist mir der Verbrauch halt nicht ganz egal.

    Was ich aber immernoch habe, sind Startprobleme bei warmen Motor ab ca 5 min Standzeit. Er scheint dann keinen Sprit zu bekommen, weil er mit Hilfe des Startventils direkt anspringt. Aber auch danach fehlen erstmal 2-3 Zylinder.

    Ich habe die Dichtungen der Einspritzventile im Verdacht. Könnte sein, daß die nicht wirklich abdichten und somit Falschluft gezogen wird.
    Zudem stehen die Einspritzdüsen noch zu weit im Ansaugrohr.

    Da werde ich mir wohl ein paar Hülsen herstellen (lassen).

    Hat jemand die Möglichkeit Hülsen aus Alu drehen zu lassen???


    Ein weiteres Detail wurde dann in Kleinserie auch noch hergestellt:


    Gruß Ekki

  • Sieht super aus! Ich hätte das vielleicht ohne Löcher und Schrauben angebracht! Aber auch so OK.

    Könnte ich ja noch machen...

    Aber original waren die wohl geschraubt, deswegen habe ich es auch so gemacht.


    Der Tacho geht jetzt auch sehr genau.

    Ich habe das Gehäuse des Magneten mit dünnen Unterlegscheiben an den 3 Schrauben angeschraubt.

    Dadurch geht der Magnet etwas weniger tief in die Alutrommel und der Ausschlag des Zeigers wird geringer...

    Der Tacho geht jetzt in allen Geschwindigkeitsbereichen sehr genau:top:

  • Der Tacho geht jetzt auch sehr genau.

    Ich habe das Gehäuse des Magneten mit dünnen Unterlegscheiben an den 3 Schrauben angeschraubt.

    Dadurch geht der Magnet etwas weniger tief in die Alutrommel und der Ausschlag des Zeigers wird geringer...

    Der Tacho geht jetzt in allen Geschwindigkeitsbereichen sehr genau:top:

    Kannst du mir das etwas genauer erklären was du da genau gemacht hast?

    Ist das trotzdem dann noch über eine Tachowelle angetrieben?

  • Es ist weiterhin der normale Tacho mit Tachowellenantrieb.


    Hier mal ein Foto wo die beiden Hälften getrennt sind.

    Eine Scheibe liegt schon auf der Schraube,

    Die Scheiben müssen übrigens an einer Seite abgeschnitten werden, damit sie nicht mit der Hülse kolidieren. Aber das ergibt sich, wenn man es zusammensetzen will...

  • Da fragt man mal kurz nach, ob jemand Aluhülsen drehen lassen kann, und dann bekommt man direkt 3 Angebote... echt klasse.

    Danke nochmals an Jürgen Elsner, der die mal eben für mich passgenau angefertigt hat. Geile Sache das...


    Jetzt haben die Einspritzdüsen die ideale Position im Kanal.

    Ich habe sie mit Dichtmittel in die originale Öffnung eingeklebt und den letzten Milimeter eingepresst. Die dürften nicht mehr raus kommen. Die Einspritzdüsen dagegen sitzen mit dem originalen O-Ring in den Hülsen drin.






    Vorher wurde durch die Dichtungen Falschluft gezogen. Den Unterschied sehe ich jetzt an der Lambdaanzeige.

    Das Fehlen einiger Zylinder beim Warm- oder Kaltstart ist jetzt weg. Allerdings bekommt er beim Warmstart nach 5min Standzeit irgendwie weiterhin keinen Sprit. Durch betätigen des Kaltstartventils springt er allerdings direkt an. Braucht aber etwas, bis er auch Sprit über die Einspritzventile bekommt... läuft dann aber direkt sauber.

    Der Grund wird sich auch noch finden...


    Ein gewisses Magerruckeln bei 3500 U/min auf der Autobahn im lastlosen Fahren ist auch noch da. Obwohl er nicht zu mager läuft (Lambda bei max. 1,1). Verschwindet direkt, wenn ich den Unterdruck vom Warmlaufregler weg nehme um die Vollast zu simulieren.
    Da werde ich nochmal die Zündung kontrollieren.


    Gruß Ekki

  • weiter gehts mit Fehler beseitigen...


    Zwischenzeitlich habe ich mal den Verteiler gewechselt und einen 006er genommen, der eigentlich auch zu der frühen Transistorzündung gehört.

    Damit war das Ruckeln aber noch verstärkt. Der Grund dürfte sein, daß die Frühzündung über Fliehkraft schon bei 2400 U/min bei 14° ist. Bei dem Späteren erst bei 3500 U/min. Also wieder zurück gewechselt...


    Als nächstes habe ich dann die Einspritzmengen kontrolliert, die der Mengenteiler abgibt.

    Dazu habe ich 6 Wasserfläschchen genommen und in deren Schraubdeckel ein Loch gemacht, wodurch ich die Einspritzdüsen stecken konnte.

    Die Einspritzdüsen habe ich dann durch Schlauchnippel ersetzt, denn bei großer Durchflußmenge wird das Ergebnis durch schlechte Einspritzdüsen extrem verfälscht.



    Der 1. Zylinder bekam knapp 30% weniger Sprit, was ich nach und nach korrigiert habe. Zudem habe ich bei allen Zylindern die Durchflußmenge über die Einstellschrauben um 90° erhöht.

    Die Fläschchen habe ich einzeln mit einer Lebensmittelwaage abgewogen und die 14 Gramm Eigengewicht abgezogen.

    In der folgenden Tabelle sind die einzelnen Schritte aufgelistet.


    Zum Schluß waren die Mengen schön gleichmäßig


    Die Probefahrt war dann sehr positiv.

    Das Magerruckeln ab 3500 U/min war weg. Auch das Standgas kann ich jetzt magerer einstellen, ohne das es dadurch direkt unruhig wird.

    Insgesamt ist der Lambdawert runter gegangen, also das Gemisch fetter. Insbesondere bei höheren Drehzahlen. Eigentlich ist das Gemisch jetzt schon so fett, daß man wieder über eine Steuerdruckerhöhung nachdenken kann...

    Der Warmstart nach 10 min Standzeit ist allerdings immernoch beschissen und nur durch Sprit über das Kaltstartventil zu bewerkstelligen.


    Ich denke daß der Lambdawert durch den 1. Zylinder verfälscht war, denn die Lambdasonde sitzt im Hosenrohr der ersten 3 Zylinder. Damit hat der 1. Zylinder 1/3 Einfluß auf den Wert gehabt.


    So langsam wirds perfekt...


    Gruß Ekki