Tacho justieren Voreilung

  • Moin,


    habe irgendwo mal gelesen, wo bloß?, man könnte beim E21 den Tacho in etwa nachjustieren, indem man die Tachonadel "freigibt", den Stand wo sie sich einpendelt markiert und dann abzieht und etwas rückversetzt wieder aufsteckt....hat das schon mal jemand gemacht...soll gefährlich für die Nadel sein (das Abziehen) oder gibt es eine bessere Lösung?

    Ulli Kr. :lovebmw:
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    Aus Freude am Fahren und auch sonst....

  • Genau das ist der richtige Weg, und es ist in der Tat für die Nadel nicht unkritisch, denn auch Kunstoff altert.


    Über den Anschlag lupfen, auspendeln lassen, Markierung setzen und messen wieviel Millimeter das der Tacho vorgegangen ist.
    ZB 10 km/h sind ca 8mm.
    Um diesen Wert die Nadel rückversetzt wieder aufstecken.


    Das Abheben mit einer Gabel würde ich als die beste Methode zum abheben bezeichnen.

    Wenn ich langsamen Leuten beim langsam sein zugucken muss, dann krieg ich laute Weisse-Hai-Musik im Kopf.


    Die Elli: Ein 320/4 A, Bj.76 in Jadegrün
    Der Edgar: Ein 320/6 A, Bj.82 in Polarissilber

  • Check aber erst mal, ob Du überhaupt den passenden Tacho zu Deinem Diff drin hast. Nicht dass die Abweichung daher kommt.
    Stimmt denn der Kilometerzähler (Strecke) halbwegs genau?


    Gruß Ekki


    edit: hab gerade gesehen, dass Du wohl hinten 195/50x15 drauf hast. Da wären 205er besser gewesen, weil sie mehr dem originalen Abrollumfang entsprechen

  • Moin Ekki, :_moin


    es geht gar nicht um mein Auto sondern um das eines Kumpels, 323i mit 195/50 auf 15". Ich weiß allerdings noch nicht, welcher Tacho verbaut ist. Müsste ja eigentlich der W-0762 sein...
    Wenn das Fahrzeug mit 185/70 auf 13" ausgeliefert wurde - wie meiner - und jetzt die 195/50 auf 15" fährt, dürfte die Abweichung ja "nur" im Bereich von 2,25 % liegen - rechnerisch auf den Unterschied im Abrollumfang von 185,10 cm zu 180,95 cm . Bei 100 km/h müssten die 15" Felgen mit der 195/50 Bereifung dann also 102,25 km/h auf den Tacho reproduzieren....
    Er sprach aber von 20 km/h Abweichung (zuviel)...mal sehen was da anliegt....und welches Getriebe verbaut wurde...ich meine, es ist noch das Auslieferung 5-Gang Sport...muss ich aber schauen am kommenden Samstag. Das wird sich zeigen...:teta:
    Wollte nur wissen, ob man sich nach der oben geschilderten Verfahrensweise an eine "genauere" Tachoanzeige annähern kann. Eine gewisse Streuung haben die alten Tachos ja ohnehin. :smoke:
    Viele Grüße, Ulli

    Ulli Kr. :lovebmw:
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    Aus Freude am Fahren und auch sonst....

  • Hallo Ulli,


    richtig, eine gewisse Streuung haben sie . Zeigen eigentlich immer zu viel an, deswegen wären 205er besser.
    Aber 20 km/h sind natürlich zuviel. Getriebe ist egal. Das Diff ist entscheidend. Zu einem 0,762er Tacho gehört ein Diff mit 3,45 Übersetzung. Das kann man durch Ausdrehen ermitteln :zwinker:
    Viel Erfolg


    Gruß Ekki

  • ...nun haben wir es getan...den vorhandenen Tacho erst einmal ausgebaut, dieser ist vor einiger Zeit als Neuteil beim BMW-Service eingebaut worden und siehe da. die Sichtprüfung ergab eine völlig verbogenen Nadelwelle, der "Teller der Nadel war völlig schräg zum Tachozifferblatt und der "Nullanschlagspin" fehlte...so kann er ja nicht "genau" gehen. Nach einiger Reparaturberatschlagung entschlossen wir uns zum Einbau eines bei mir im Fundus noch vorhandenen Ersatztachos. Diesen setzten wir dann noch von der Laufleistung auf die "echten" ca. 100Tkm zurück, indem wir die Mitnehmerwelle lösten und anhoben die Ziffern entsprechend verdrehten. Zum Lösen der Mitnehmerwelle musste wir nach erfolglosen Versuchen, diese zu einer Seite durch zu schlagen, eine Seite - beiden Seiten der Welle waren durch Abplatten der Welle von rund auf eckig gesichert - durch Abtrennen eines Endes mit einem Seitenschneider befreien. Durch Durchschieben der Welle durch einen Haltepunkt, um sie dann nach oben abzuheben wurden die Ziffernräder frei gegeben und konnten verstellt werden. Danach Wellenachse wieder eingeführt und fertig...Tacho wieder in der Instrumententräger eingeschraubt und Instrumententrägen wieder eingebaut. Ich muss hier jedoch erwähnen, dass durch die Versuche die Mitnehmerwelle durch zu schlagen die eine Seite des Führungsbleches der Welle, dieses Blech wohl etwas verbogen wurde und nahe an die Zahnräder kam und diese vielleicht klemmte, was ich leider nicht mehr korrigierte :dash


    Der Einbau des Instrumententrägers funktionierte - zwar wegen einer etwas kurz geratenen Tachowelle, diese wurde auch schon mal erneuert - etwas mühselig, klappte jedoch dann. Die erste Probefahrt ergab, funktioniert viel genauer, Kilometerzähler und Tagekilometerzähler funzen...zwar mit etwas Geräuschen - Klackern -. Tachowelle etwas durch die Spritzwand zum Motor zurückgezogen....klackern wurde erträglich leise.
    Also ab nach hause...unterwegs dann bemerkt...km-Zähler und Tages-km-Zähler bleiben stehen, Klackern wieder lauter, Klackern ist spürbar durch den Nullsteller des Tages-km-Zähler....und auf der Nachhausefahrt des Kumpels von mir fiel der Tacho dann nach etwa 50km-Fahrt A2 komplett aus!


    Was kann da passiert sein? Ich vermute, die Kilometerzählerrädchen waren verklemmt und haben sich nicht mitgedreht und durch das Verklemmen hat sich die Tachowellenspitze dann auf der 50km-Fahrt "aufgelöst"? Was meint ihr?


    Wir werden den Tacho zwar demnächst wieder evakuieren...aber wo soll ich dann wohl ansetzen? Die Tachowelle würde ich natürlich auch noch mal untersuchen...

    Ulli Kr. :lovebmw:
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    Aus Freude am Fahren und auch sonst....

  • Hoffentlich hat es dir die Tachowelle nicht versemmelt :shock
    Unbedingt prüfen...


    Im Tacho sind Plastikräder, dort wird es eines evtl. abgeschert haben, bzw rutscht jetzt auf der jeweiligen Welle.
    Meistens ist es das Kleine direkt an der Zahlenwalze = Abnehmen, Sekundenkleber auf die Welle, dann EXAKT aufstecken und nun isses wieder fest.


    Viel mehr kann man nicht schreiben, ein Öffnen wird mehr Klarheit bringen.
    Diesmal auch auf leichten Lauf der Mechanik achten :zwinker:
    Viel Erfolg :good:

    Wenn ich langsamen Leuten beim langsam sein zugucken muss, dann krieg ich laute Weisse-Hai-Musik im Kopf.


    Die Elli: Ein 320/4 A, Bj.76 in Jadegrün
    Der Edgar: Ein 320/6 A, Bj.82 in Polarissilber

  • Habe Ersatztacho auch der Laufleistung angepasst.
    Arbeit ist echter Fisselkram, irgendwie kam ich mir vor wie ein Uhrmacher.
    Weniger für "Grobmotoriker" geeignet, habe auch zwei Anläufe für präzises, genaues Arbeiten gebraucht.
    Hat aber hinterher gut funktioniert.
    Manfred

    Die Unesco hat beschlossen: "Der E 21 ist ein schützenswertes Kulturgut, ihn gilt es zu erhalten" - und ich erhalte mit !!! :klap:

  • Sooo, war heute mal beim Uhrmacher.
    Oder besser gesagt beim Altmeister der VDO-Kienzle Vertretung hier in Mülheim.


    Grund war zwar das Tachowellen-Korrekturgetriebe für meinen E9, aber bei der Gelegenheit gings auch um Tachoangleichung überhaupt.


    Hinter der Tachoscheibe sitzt eine Drehfeder, die für die Vorspannung und Wiederstand für die Nadel zuständig ist.
    Normalerweise wird der Tacho angeglichen, indem man eine andere Feder nimmt. Das geht aber auch, indem man die Feder in die gewünschte Richtung überdreht. Aber ganz vorsichtig, sonst lutscht die noch mehr aus :zwinker:


    Tacho also ausbauen und die Nadel über den Anschlag führen. Im Idealfall steht die dann auf der Markierung auf der Tachoscheibe:


    Sollte der Tacho trotzdem falsch gehen (meist vor, weil die Feder etwas müde ist), den Zeiger soweit zurück drehen, bis die Nullstellung etwas verschoben ist.
    Wenn möglich, das Ergebnis mit einem gleichlaufenden Akkuschrauber überprüfen (vorher-nachher).


    Ich hoffe, es war einigermassen Verständlich :laie


    Gruß Ekki