Servus an alle!
Das letzte Update ist jetzt wieder eine Zeit lang her, deshalb hier der neuste Stand meines Projekts:
(Vielleicht als kurze Vorwarnung, das ist ein ganz schöner Roman geworden… es ist aber auch viel passiert)
Der letzte Stand war ja, dass ich beim Heizungskasten hing. Das war so eine kleine Baustelle für sich….
Angefangen hat alles damit, dass ich einen sehr gut erhaltenen, fast neuen Heizkasten von Behr in meinem Regal rumliegen hatte. Aber beim zusammen setzen stellte ich fest, überall fehlen Kleinteile… von sämtlichen Klammern bis zu den Ventilklappen war da nichts vollständig. Ich hab meine gesamte Werkstatt auf den Kopf gestellt und nichts außer wenige Schrauben und Klammern gefunden, mit denen ich alleine aber nichts anfangen konnte. Vor lauter Verzweiflung und weil der erste Termin Mitte September vor der Tür stand, in dem ich mit Billy den Motor zusammenbauen wollte und ich dafür eh noch ein paar Dinge holen musste, bin ich Richtung Köln hochgefahren und wollte die alten Garagen meines Vaters durchstöbern. Und was hab ich da gefunden? Richtig: Insgesamt vier weitere Heizkästen unterschiedlichster Qualität mit allen Möglichen Kleinteilen. Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie ich die bisher nicht auf dem Schirm hatte, aber wenn man nach etwas nicht gezielt sucht dann übersieht man es wohl einfach mal.
Wie dem auch sei, mit voll beladenem Auto bin ich wieder Richtung Weißwurstäquator gefahren und konnte endlich weiter machen.
Gesagt getan setzte ich den Heizkasten zusammen und klebte überall schön neues Dichtmaterial ein. Nachdem der Heizkasten im Fahrzeug verbaut war, konnte auch schon das Armaturenbrett mit den ganzen dazugehörigen Frischluftkanälen darunter eingebaut werden. Endlich schaut es im Innenraum immer mehr nach einem Auto aus!


Nachdem das Armaturenbrett drin war, kamen die ersten Bedienelemente hinein. Die Kontrolleinheit für die Heizung, deren Bowdenzüge mich heute noch wahnsinnig machen… die wollen einfach nicht richtig sitzen! Aber auch die Schalterleiste mit seinen dazugehörigen Schaltern und Knöpfen sowie die Instumentenkombi haben schonmal provisorisch ihren Platz eingenommen.

Jetzt wäre eigentlich der Motorbau dran gewesen, das mussten wir aber leider kurzfristig verschieben. Also hab ich mich in der Zwischenzeit mit anderen Baustellen beschäftigt: ich habe eine neue Mittelkonsole mitsamt Zusatzinstrumenten zusammengebaut, allerdings Rätsel ich hier noch an der Elektrik der Fensterheber, da werd ich noch nicht ganz schlau draus.

Zudem habe ich die Lautsprecher mal eingebaut und die Kabelage verlegt. Hierzu gleich mal eine Frage in die Runde, ob sich da jemand mit Subwoofer und dem ganzen Kram auskennt?
Und nun das Highlight dieses Update Posts:
Der Motorenbau!
Vielleicht hierzu noch, der Motor von Alpina mit der Nr. 3762 ist von meinem Paps damals noch einer komplette Revision unterzogen worden. Dazu gibts natürlich auch was im Board (Hier der link: Anderls Revision eines ALPINA C1-Motors ). Nur interessant, der Motor wurde 1981 produziert und ist seit 1998 zerlegt und so gesehen in Familienbesitz. Es ist also ungefähr 27 Jahre her, dass dieser Motor zuletzt zusammengebaut war.
Genug der Abschweifungen! Letztes Wochenende hab ich mich mit Billy in meiner Werkstatt getroffen und wir sind diese Baustelle endlich angegangen. Hierbei nochmal auf diesem Weg: 1000 Dank an dich Billy, es hat mir unfassbar viel Spaß gemacht und ohne dich hätte ich das garantiert nicht geschafft!
Aber zurück zum Thema, wir haben uns also durch das Chaos etlicher Teile gewühlt und haben den Motor zusammen gebaut. Die Schwierigkeit hierbei war zum einen, dass jede Schraube ungefähr dreimal vorhanden war und man da schnell den Überblick verlor…das Gute ist, ich konnte mir eigentlich alles von normal schwarz, gelbverzinkt bis zu verchromt aussuchen.
So haben wir dann kurbelwelle und Kolben, Ölpume und alles was noch so da dran hängt eingebaut.


Das gleiche dann mit dem Zylinderkopf, an den auch gleich die Ansaugbrücke mit ihren Anbauteilen.

Leider wurde unser Tag durch eine nicht passende Dichtung für den Motordeckel vorzeitig beendet. Ich habe ungefähr die gleiche Zeit, die wir bis dahin mit Schrauben verbracht haben, diese Dichtung gesucht. Da mein Vater alles in doppelt und dreifacher Ausführung hat musste diese Dichtung auch irgendwo sein, aber das suchen war vergebens. Also Sachen packen, aufräumen und warten bis eine Neue da ist.
Heute, genau eine Woche später war dann Tag 2 des Motorenbaus, diesmal mit passender Dichtung. Diese war montiert und dann konnten wir den Motor endlich final zusammensetzen! Sämtliche Anbauteile, deren Einbau im Motorraum nur zu Gefluche geführt hätten, haben wir ebenfalls angebracht, solange der Motor noch am Montageständer stand.

Und ja, es ist sehr viel an diesem Motor verchromt, unter anderem der Deckel und die komplette Lichtmaschine.
Dann war es endlich soweit:

Der Motor hängt am Kran und kann in das Auto gehoben werden. Zu zweit war das absolut unproblematisch und ein paar Minuten später das Ergebnis:

Ich muss sagen es ist schon ein unbeschreibliches Gefühl zu sehen, wie der Motor den man selber zusammengebaut hat endlich in dem Auto sitzt. Also nochmal: Vielen Dank dir Billy!!
Jetzt geht’s dann darum, die ganzen Schläuche wieder richtig anzuschließen und den Rest der Teile wieder im Motorraum zu verstauen.
Bis dahin!