Loht sich die Restauration?

  • Solange es für 10 bis 12k wirklich nahezu rostfreie E21 im Erstlack gibt macht so ein Unterfangen für mich keinen Sinn.

    Mein 316 im Erstlack stand 2 Monate bis er weg war und die Resonanz war fast Null. Der Käufer muss nichts machen und kann sich echt freuen.

    Und gleichzeitig erlebe ich oft, wie sich Leute solche Baustellen heimziehen und dann aufgeben. Kürzlich war auch einer bei mir wegen NOS Blechteilen. 323i für 11k gekauft. Fass ohne Boden.

    Als er meinen 323i sah fragte er wann der restauriert wurde. Nie. Der wurde in Italien tagtäglich genutzt. Paar Kampfspuren aber kein einziges geschweißtes Blech. Kostete natürlich ein paar Tausender mehr aber nicht mehr als die Blechteile für seinen Wagen. Da ist dann aber noch nichts geschweißt geschweige den lackiert.

    Eine Restauration bei dem Breitbau würde ich nur in Betracht ziehen wenn es Familienbesitz wäre und eine Verbindung zum Wagen besteht.

  • Solange es für 10 bis 12k wirklich nahezu rostfreie E21 im Erstlack gibt macht so ein Unterfangen für mich keinen Sinn.

    Mein 316 im Erstlack stand 2 Monate bis er weg war und die Resonanz war fast Null. Der Käufer muss nichts machen und kann sich echt freuen.

    Und gleichzeitig erlebe ich oft, wie sich Leute solche Baustellen heimziehen und dann aufgeben. Kürzlich war auch einer bei mir wegen NOS Blechteilen. 323i für 11k gekauft. Fass ohne Boden.

    Als er meinen 323i sah fragte er wann der restauriert wurde. Nie. Der wurde in Italien tagtäglich genutzt. Paar Kampfspuren aber kein einziges geschweißtes Blech. Kostete natürlich ein paar Tausender mehr aber nicht mehr als die Blechteile für seinen Wagen. Da ist dann aber noch nichts geschweißt geschweige den lackiert.

    Eine Restauration bei dem Breitbau würde ich nur in Betracht ziehen wenn es Familienbesitz wäre und eine Verbindung zum Wagen besteht.

    Da gebe ich dir - auch- recht. Das hast du klar, genau und präzise beschrieben. Und wäre ich vorher hier im Forum gewesen, dann hätte ich mir sicher auch eine "sichere Kiste" also gutes und schon fertiges Auto von oder bei jemanden wie dir gekauft - und das meine ich ernst.

    Das "Ding/Problem" bei einigen wird sein und ich gehe jetzt mal auch von mir aus, dass der VERSTAND bei Annäherung eines Kaufvorhaben bzw. "genau das dann haben wollen" ; aussetzt.

    Das fängt ja bei vielen sehr früh mit dem Vorhaben und der Auseinandersetzung an. Man wird gefixt durch Märkte, Medien, Treffen - man setzt sich das Ziel (Hauptsächlichkeiten werden dann da schon verdrängt) und dann ist es aber auch schon zu spät.

    Selbst jemand mit Sach und Fachverstand bekommt einen dann kaum noch aus diesem "Tunnelblick" ........."Haben-wollen"...... heraus.

    Jemand der dann aber eher das ganze als Geschäft sieht aus den Augen als Geschäftsmann, der ist dagegen Imun und lässt sich da auch nicht Infizieren. Er sieht das große und ganze, quasi das fertige.


    Dazu kommt sicherlich auch bei vielen die Unterschätzung (wie bei mir) dass das zu schaffen ist - klar ist es das mit dem nötigen "Kleingeld" und dann über die Zeit setzt dann der Heilungsprozess ein und dann kommt die Phase der Einsicht = Projektaufgabe.


    Ich hätte mir auch lieber etwas fertiges gekauft um dann direkt Spaß damit zu haben, aber ich wusste auch, dass das ein längeres Unterfangen werden wird, das am ende auch viel Geld gekostet hat - nur halt dosiert über einen Zeitraum. Und es geht ja dann auch immer noch weiter. Ich bin damals auch an einem Punkt gewesen wo ich schon zu mir sagte, , pohhaa was gibt der Markt denn so her? Was muss man denn für sein im Kopf zusammengestelltes "Such und Wunschauto" hinblättern - sofern es das so gibt?


    Bei mir sollte es ein 315 BJ 82 in silber sein, mit Schiebedach also quasi meiner den ich 1986/87 mal gekauft hatte und es sollte nicht hunderte Kilometer weg sein. Ich habe meinen leider trotz Anstrengungen ihn wieder zu bekommen nicht gefunden, aber dann dafür den, den ich jetzt habe und er war ein Kompromiss. Ein Kompromiss zwischen ich lebe jetzt und kann mir den Traum noch erfüllen und ich warte und sehne mich solange ich es auch nicht mehr war nehmen kann. Bislang hatte ich meinen Spaß und die Freude und auch weitere Kosten, die auch noch bleiben werden.


    Ironie des Schicksal bei meinem wiederfinden ist/war, der damalige Käufer wollte mir das Auto 1991 zurück verkaufen. Ich habe den Brief vor kurzem wiedergefunden. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt 1991 Adresstechnisch nicht erreichbar, da umgezogen und habe den Brief dann viel später mal nachgestellt bekommen. Jedoch hätte ich 1991 den Wagen noch nicht zurück kaufen wollen.

    Laut meinen Recherchen ist der Herr Dohmes laut EMA verstorben und das Auto wohl nicht mehr existent.


    Dazu kommt, dass einige Ersatzteile (was man vorher auch nicht auf dem Schirm hatte), in "Gold" aufgewogen werden wenn sie NOS Lagerware sind oder aber dass sich die Wirtschaftliche Situation ändert wie gerade aktuell - Industriebetriebe-Zulieferbetriebe-Kleinunternehmen gehen insolvent, Lohn und Sach-Preise steigen.


    All dies wird bei "normalos" auf die länge der Zeit bestimmt nicht mit berücksichtigt.


    Bei einem Geschäftsmann/Geschäftsfrau und Händler*in sieht das anders aus und die haben meist eh andere Kontakte und auch Vorstellungen.


    Ich denke mal (..nur eine Mutmaßung...) dass der Kauf des Breitbau/323i eher schon im Kopf bei dem Käufer abgeschlossen war ohne ihn wirklich auf "Herz und Niere" vorher untersucht zu haben. Und möglich das es auch an einem guten Verkäufer gelegen hat, der nun einen Interessenten an der berühmten Angel hatte.


    Wie bereits geschrieben, es findet sich immer ein neuer, der morgens aufsteht und ähnliches macht, ich gehöre auch dazu......

    Wenn mir jemand morgen mein altes Auto im Tausch gegen den 320/6 anbieten würde (Zustand sollte aber dann okay sein), dann würde ich das bestimmt machen.


    Jemand vom Fach/Händler etc. hätte den sicher auch gekauft, aber nicht zum fertig machen sondern der ein oder anderen Teile wegen zum ausschlachten ................................wieder einer weniger.


    Irgendwann ist der Zeitpunkt für viele da, wo man dann sagt...."hätte ich doch mal früher angefangen mich drum zu kümmern".......


    Schicksal, ich drücke dem Leon und seinem Breitbau mal die Daumen - es wird bestimmt etwas dauern aber zu schaffen ist es, braucht halt Zeit und das liebe Geld - wie viele wissen.


    Beste Grüße an alle hier im Forum und ein paar schöne und geruhsame Festtage

    Bernhard

  • Eine Restauration in dem Sinne ist ausgeschlossen. Ich werde versuchen, die Löcher schweißen und das Auto hoffentlich wieder auf die Straße bringen. Ich habe da noch einen langen Weg vor mir. Noch muss ich den Motor zum laufen bringen, davor brauche ich nichts groß anfangen. Die neuen Fußraumbleche sind schon da, aber ich bezweifle dass da genug Substanz zum Schweißen ist. Naja wir werden sehen. Eine andere Karosserie kommt für mich auch nicht in frage. Tatsächlich sieht der Lack vernünftig aus, außerdem mit den ganzen Eintragungen kann ich das vergessen. Ich befinde mich zur zeit noch in der Ausbildung, daher kommt irgendwas machen lassen für 10k+ erstmal nicht in Frage. Dieses Auto hat es mir einfach angetan, und ich habe mir damit was angetan, ob das ganze in einem schönen Oldtimer oder im Bankrott endet werden wir sehen

    Danke für die zahlreichen Antworten und gute Nacht

    Edited once, last by Leon (December 21, 2024 at 9:19 PM).

  • Eine Restauration in dem Sinne ist ausgeschlossen. Ich werde versuchen, die Löcher schweißen und das Auto hoffentlich wieder auf die Straße bringen. Ich habe da noch einen langen Weg vor mir. Noch muss ich den Motor zum laufen bringen, davor brauche ich nichts groß anfangen. Die neuen Fußraumbleche sind schon da, aber ich bezweifle dass da genug Substanz zum Schweißen ist. Naja wir werden sehen. Eine andere Karosserie kommt für mich auch nicht in frage. Tatsächlich sieht der Lack vernünftig aus, außerdem mit den ganzen Eintragungen kann ich das vergessen. Ich befinde mich zur zeit noch in der Ausbildung, daher kommt irgendwas machen lassen für 10k+ erstmal nicht in Frage. Dieses Auto hat es mir einfach angetan, und ich habe mir damit was angetan, ob das ganze in einem schönen Oldtimer oder im Bankrott endet werden wir sehen

    Danke für die zahlreichen Antworten und gute Nacht

    Leon, war bei mir ähnlich. Ich sah das Auto und es war im bezahlbaren Rahmen für einen kleinen 6 Zylinder und er war soweit original und unverbastelt. Die Tatsache dass er halt 27 Jahre stand blendete ich aus. Ich hatte zwar einen Fach und Sachkundigen im Anschluss dabei (der das Auto auch soweit geschweißt, lackiert und den Motor wieder zum laufen gebracht hat), allerdings kamen nach und nach immer irgendwelche anderen "Baustellen" zum Vorschein.

    Auch ich habe meinem Schrauber zu verstehen gegeben, auch wenn ich das Auto gekauft habe und er es machen soll, macht es nur Sinn eine ordentliche Bestandaufnahme zu machen und natürlich sollte der Motor schon funktionieren.

    Aber es ist auch immer dann die Entscheidung was zu erst. Ich wollte bei meinem wissen, ob der Motor überhaupt läuft.

    Jetzt nach zwei Jahren TÜV sind immer noch Sachen/Dinge zu erledigen. Es wird auch kein Auto aus dem Laden und der wird auch nicht von links auf rechts gekrempelt, sondern soll so erhalten bleiben und dass ich mir einen Oldie / daly driver leisten kann der mir spaß macht.

    Man steckt aber auch nicht im Detail und das Vorhaben ist von vielen Dingen abhängig.

    Ich finde es okay, wenn du schritt für Schritt dich da ran tastest. Ich bin gespannt wie es dann weiter geht und halte uns gerne auf dem Laufenden.

    Grüße Bernhard

  • Das wichtigste bei solchen Arbeiten ist das man den nötigen Platz hat und selber schrauben kann,alles andere ist meiner Meinung nach ein anstrengendes Hobby.

    Wenn man alles und jeden bezahlen muss wird das ein Faß ohne Boden,oder man bringt sich alles selber bei.

    Dafür ist so ein Projekt ja eigentlich super geeignet,wenn schon alles kaputt ist kann man kaum was falsch machen.

    Deshalb war bei mir oberstes Gebot ein Fahrzueg mit vernünftiger Substanz der Karosse,die hat mein Italiener auch.

    Alles andere kann ich auf dem Stellplatz machen,hat beim E36 und E46 auch funktioniert.

    Mein damaligen 320/6 hat mir mein Vater aufs Auge gedrückt,ein Handschlag war damals ja noch ein Vertrag.

    Den Unfallschaden hab ich damals auf dem Parkplatz vorm Haus gemacht.

    Frontblech raustrennen,neues einschweißen,dabei natürlich mangels Kenntnis das vom VFL erwischt.

    Also alles angepaßt,sowas würde ich heute nicht mehr machen.

    Obwohl so eine Karosse mit Blechen anpassen etc genau mein Ding wäre,so beschränke ich mich darauf die Technik aufrecht zu halten.

    Habe mir gerade den passenden Adapter für die CO Messung an den beiden Auspuffkrümmern gebaut.

  • Hallo,

    spricht nichts dagegen das in kleinen Schritten selbst zu machen, aber gerade beim Blech bitte ordentlich, denn das ist die Basis für alles was noch kommt.

    Über den Motor würde ich mir keinerlei Gedanken machen, nach der langen Standzeit, der gehört zerlegt, geprüft / gereinigt u. wenn er in Ordnung ist, mit neuen Dichtungen wieder zusammengebaut, sollte das Teil defekt sein, auch nicht schlimm, diese Motoren gibt es ja immer wieder mal am Gebrauchtmarkt oder man überholt halt das Original ( wenn es denn noch das Original ist ).

    Grösseres Problem sollten die K-Jetronic Komponenten sein, das geht richtig ins Geld u. die Wahrscheinlichkeit das da noch was einfach funktioniert ist eher gering. Wenn du da selbst keine Ahnung von hast, dann machen auch irgendwelche Startversuche nur bedingt Sinn u. wenn du da auf eine Werkstatt zurückgreifen muß wird das nur teuer ohne Funktionsgarantie, wie man hier im Forum immer mal so lesen kann.

    Woher kommst du ? Evtl. gibt es ja in deiner Nähe jemanden der dir helfen könnte.

    Das Problem ist aber, wenn du jetzt Zeit u. Geld in den Motorraum investierst, dann müsste das Fahrzeug relativ schnell wieder auf die Strasse, da ja nachdem man das Ding zum Laufen gebracht hat, längere Standzeiten eher kontraproduktiv sind u. du dann das Problem "Motor läuft nicht" sehr wahrscheinlich nochmal angehen darfst ( auch hierzu verbaute Neuteile freuen sich nicht gerade wenn sie einmal im Betrieb waren u. dann wieder länger still stehen ), zumal man ja nur an einem fahrfähigen Fahrzeug wirklich feststellen kann ob der Motor in allen Bereichen funktioniert oder nur im Stand u. über Ölverbrauch u. Leisung kann man bei einem Stehzeug halt auch nicht viel sagen.

    Auch wenn die Neugier groß ist, würde ich dir empfehlen erst mal eine echte Bestandsaufnahme an der Karosserie zu machen u. dem Motor erst mal beiseite zu legen, zumal ja wenn ich das auf deinen wenigen Bildern richtig gesehen habe, die Kiste im Bereich der vorderen Rahmen / Längsträger nicht wirklich gut aussieht u. somit zur Blechreparatur der Motor eh raus muß.


    Noch eine Anmerkung zur besseren Karosserie, das sollte von der Obrigkeit her kein Problem sein, nennt sich Karosserietausch, dabei wird die Fahrgestellnummer der Spenderkarosserie lesbar durchgestrichen u. deine originale Fahrgestellnummer zusätzlich eingeschlagen u. das ganze in den Fahrzeugpapieren dokumentiert. An den Eintragungen ändert sich da nichts, ist ja auch nur der Tausch eines etwas grösseren Ersatzteils.


    Weiter Bilder vom Fahrzeug u. vom Motor mit demontiertem Ventildeckel wären für eine brauchbare Einschätzung schon hilfreich.


    MfG.

    W. Franz

    Edited once, last by W.F. (December 22, 2024 at 1:25 PM).

  • Ich bin heute Morgen dem Motor schon an den Kragen gegangen. Im alten Öl drehen, frisches rein. Alle Zündkabel und Kerzen getauscht. Mit eigenem Kraftstoff kann ich ja erstmal vergessen, deswegen habe ich mit Bremsenreiniger nachgeholfen. Zu meiner überraschung ist er sofort mit der ersten Drehung angesprungen. Ob das jetzt schlau war oder nicht sei mal dahingestellt. Ich bin erleichtert das er überhaupt ein Lebenszeichen zeigt. Und in den 3 Sekunden wird auch nix passieren denke ich. Wenigstens weiß ich jetzt, dass es sich lohnt weiterzumachen. Ein neuer Motor geht schnell ins Geld und der Einbau wäre für mich auch eine herausforderung. Ich habe eine kleine Halle, (Platz für 2-3 Autos) und eine Hebebühne. Leider sind die Anhebepunkte komplett durch wenn das die Viereckigen dinger am Fußraum sind. Wo kann ich ihn sonst anheben?

  • Schaffe Dir bitte erstmal etwas Lektüre an. In Betriebsanleitung, Rep-Anleitungen von Bucheli und "Jetzt helfe ich mir selbst" von Korb steht jede Menge hilfreiches drin. Da erklärt sich schon einiges und Du mußt nicht alles hier erfragen.
    Wäre doch was für Weihnachten^^

    Gruß Ekki

    Ich fahre nur noch E-Autos:oh_ja:


    E9, E10, E21, E24, E30, E39 :rock:

    und natürlich Wasserstoffbetrieben... dafür steht doch das H, oder?

  • Ja genauso mache ich es auch.

    Hinten vor den Hinterrädern schauen zwei Schrauben so ca 10mm heraus. Nimmst dir n Brett zwischen Wagenheber und den Schrauben.

    Das ist der Stabilste Punkt hinten am Auto.


    Und vorne den Metallträger der Unterm Motor ist. Der Verbindet beide Längsträger des Autos. Wenn du einen Flachen Wagenheber hast, kannst du vorne unters Auto fahren und sogar beide Seiten auf einmal anheben.

    Ansonsten Seitlich drunter wie Billy sagte.

  • Hallo,

    tut mir leid dich etwas aus deinen Illusionen bezüglich des Motorzustandes zu reissen, aber das einzige was du mit deiner Bremsenreiniger-Motorstartaktion jetzt festgestellt hast, ist das die Zündung funktioniert, über den Motorzustand oder irgend welche Teile der Kraftstoffaufbereitung sagt das so überhaupt nichts aus u. somit auch nichts über zukünftige Kosten in dem Bereich.


    MfG.

    W. Franz

  • Je nach dem wie lange der Wagen wirklich stand wäre es ratsam, zuerst den Zahnriemen zu erneuern, bevor weitere Motorläufe absolviert werden.

    Das geht ohne Bühne recht fix und die Teile sind nicht teuer.

    Kritisch am Motor sehe ich auch:

    -Kolbenringe, Ventilschaftdichtungen, Zylinderkopfzustand

    Druckverlustmessung und Kompression messen. Dafür gibt's günstig Sets im Netz.

    Die M20B23 Sachen und auch die Ersatzteile sind günstiger als für einen M10B20 da noch viel mehr verfügbar ist. So meine Erfahrung.

    Was richtig ins Geld geht sind alle spezifischen Bauteile der K-Jetronik.

    Und die Leiden bei der Standzeit enorm. Das fängt gaaanz hinten beim Tank und dem Geber an. Geht über Pumpe bis Druckspeicher und Filter. Habe 1 Jahr nach einem neuen Tankgeber gesucht. Alle Gebrauchten waren Schrott.

    Wenn diese Teile "passen" geht's vorne weiter. Ich bin insgesamt fünfmal liegen geblieben wegen vier unterschiedlicher Gründe. Nur zwei konnte ich vor Ort beheben. Mein Wagen stand lange unbenutzt rum.

    Der Tank muss rostfrei und sauber sein. Filter neu. Pumpe würde ich nach der Standzeit immer erneuern. Druckspeicher muss den Druck halten.

    Der Mengenteiler muss von den Drücken her korrekt eingestellt sein und die Stauscheibe korrekt "stehen".

    Der Warmlaufregler muss in Ordnung sein. Beide Bauteile kosten neu sofern verfügbar richtig Geld und das Überholen ist auch nicht günstig. Traue ich mir selbst nicht zu - obwohl Equipment da ist.

    Die Temp.Geber/Zeitschalter, das Kaltstartventil und zuletzt die Einspritzüsen müssen einwandfrei sein.

    Nur als Info damit man etwas Abschätzen kann was das Unterfangen kostet(n) (kann):

    - 6x Einspritzdüsen ab 230 Euro bis 840 Euro

    - Kaltstartventil ab 100 Euro bis 180 Euro

    - zwei Tankhälften ab 500 Euro bis 1200 Euro

    - Benzinpumpe ab 50 Euro bis 100 Euro

    - Druckspeicher ab 90 Euro bis 150 Euro

    - Mengenteiler ab 450 Euro bis 900 Euro

    - Zeitschalter, Diodenrelais, Tankgeber ab 50 bis 250 Euro

    -Warmlaufregler ab 100 Euro bis 650 Euro

    Die Preisbereiche sind gebraucht/neu bis Neuteil/NOS. Die Hälfte der Sachen sind neu aktuell nicht lieferbar.

    Wie du siehst wurde dann am Motor selbst noch gar nichts gemacht. Eine Motorrevision kostet locker 2500 bis 5000 Euro wenn du alles machen lässt. Eine Preisliste für einzelne Arbeiten habe ich da.

    Ich zolle jedem Respekt der einen 323i vollständig restauriert. Das ist heute kein "easy going" mehr. Bin da auch etwas naiv an die Sache ran. Zum Glück war mein Einstandspreis niedrig, aber einen Kassensturz will ich trotzdem nicht machen. Und von "restauriert" bin ich weit entfernt.

    Restaurationen lohnen sich, wie W.F. Franz schon treffend sagte, bei Autos unter 100k eigentlich finanziell nie, weil das Verhältnis von investierter Zeit zum Gesamtwertwert überhaupt nicht stimmt. Zudem werden die Löhne höher.

    Das ist auch ein Grund weshalb die Oldtimer allg. so teuer gehandelt werden.

    Ich würde mir die Sache sehr gut überlegen. Du bist aktuell in Ausbildung und dann kann so ein Projekt schnell ein Klotz am Bein werden.

    Andererseits wäre es deine persönliche Chance, sich viele Fähigkeiten anzueignen. Aber wenn ich die Bilder von "unten" sehe so sehe ICH nur viel zu viel Arbeit und Probleme, die Teile zu beschaffen.

    Edited 3 times, last by Broznschwem (December 26, 2024 at 11:52 PM).

  • Broznschwem, Du hast gerade unbewusst bestätigt, dass es bei mir besser war, auf 3 Vergaser zu gehen. Meiner lief nicht usw. Ich hab dann eine halbe Stunde überlegt und die Entscheidung war gefallen. Kostete einen Bruchteil und funktioniert.

    Kolben waren zum Zeitpunkt meiner Revision auch ein Problem. Ob sich das geändert hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Der TE braucht zuerst eine vernünftige Bestandsaufnahme und dann einen Schlachtplan, wie es los bzw. weiter gehen soll.

    @TE: von Güde gibt es um die 350 Euro Schweißgeräte mit Zubehör. Das reicht für den Anfang vollkommen aus. Damit hab ich auch angefangen. Als es defekt war gab's dann ein Lorch.

    Mein Zeitplan war 15 - 16 Monate. Dann kam Corona und es wurden 30. Also 2,5 Jahre. Da ich selbstständig bin hab ich das Geld zurückgehalten weil keiner so Recht sagen konnte, was passiert. Heißt, ich würde den Zeitrahmen nicht zu großzügig planen weil immer etwas dazwischen kommen kann. Bei den meisten sind es Haus und Kinder. Die Geschichten kann man dann in schöner Regelmäßigkeit in irgendwelche Oldtimerzeitschriften nachlesen. Es war einmal 1989....

  • So ganz klar ist bisher noch nichts. Ich möchte mein können nicht überschätzen und keine sachen machen, die ich danach bereue( Motor,Mengenteiler zerlegen ect.) . Ich hab Zugriff auf ein anständiges Lorch. Erstmal werde ich mich aber auf die Kraftstoffversorgung fokussieren. Dh. Tank ausbauen und schauen bzgl. Rost und ob noch was zu retten ist. Wenn das geschafft ist kann man sehen ob es nötig ist den Motor zu Revedieren. Dass der Mengenteiler einfach wieder funktioniert ist unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Mengenteiler findet man immer wieder für ca 250€ wäre also auch nicht die Welt. Wenn das geschafft ist gehe ich die Karosse an.

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